Eine der populärsten Baureihen von Mercedes Benz war zweifelsohne der W123. Der Vorläufer der ersten E-Klasse (W124) prägte das Straßenbild in Deutschland in den 70er und 80er Jahren – u.a. aufgrund der Tatsache, dass der W123 lange Zeit als „das“ Taxi Modell galt. Vom W123 wurde neben einer Limousine und einem „T-Modell“ genannten Kombi auch ein Coupe produziert. Der „C123“ genannte Daimler steht bei Youngtimer-Fans bereits seit längerer Zeit äußerst hoch im Kurs.
Der C123 bildete die Nachfolge des „/8“ Coupe und wurde – ein Jahr nach der Präsentation der W123 Limousine – im Jahr 1977 auf dem Automobilsalon in Genf erstmals vorgestellt. Der 123 war als 230 C mit 109 PS (Vierzylinder) sowie als Sechszylinder 280 C (156 PS) und 280 CE (185 PS) erhältlich. In 1980 wurde der 230 C durch den 230 CE ersetzt – dieser bot im neuen M-102 Motor statt der bisherigen Vergaser-Technik eine mechanischen Einspritzung. In den USA war zudem ein 300 CD genanntes Diesel-Coupe erhöltlich. Die Produktion des C123 lief 1985 nach mehr als 8 Jahren und fast 100.000 Einheiten aus. Als Nachfolger ging das „C124“ genannte Coupe der E-Klasse W124 an den Start.
Das Mittelklasse-Coupe ist auch heute noch eine zeitlose Erscheinung, deren hohe Qualität und attraktives Design immer noch überzeugen. Leider wurden viele Coupes in den 80er Jahren durch Umbauten und „Tuning-Maßnahmen“ alles andere als optisch aufgewertet, was die Suche nach einem guten C123 etwas erschwert. Durch eine problemlose Nachrüstung eines G-Kat kann dem C123 Zugang zu den Umweltzonen der Innenstädte ermöglicht werden. Optisch ansprechende Accessoires sind Chromleisten und Aluräder aus dem Mercedes Originalteile-Programm.
Die Alltagstauglichkeit des Coupe ist vollkommen gegeben bzw. unbestritten, sofern es sich dabei um ein gut gewartetes und unfallfreies Exemplar handelt. Die Fahrzeuge der 80er Jahre wurden bereits mit ABS und Airbag ausgerüstet. Die Technik des C123 gilt als einfach zu warten und zu reparieren. Einzig die Karosserie kann Probleme bereiten. Wie bei den meisten Youngtimern ist Rost ein bösartiger Gegner. Hier sollte u.a. auf die Aufnahmen des Wagenhebers, die Schweller, den Scheibenrahmen und die Stoßfänger geachtet werden. Ersatzteile für den Daimler sind problemlos und günstig zu bekommen – von den Bremsscheiben und Bremsbelägen über die Wasserpumpe und den Zahnriemen bis zum Querlenker oder Radlager. Seltener sind Teile der Innenausstattung sowie Zierleisten und Gummis. Mitunter können auch preiswerte Gebrauchtteile als Alternative zu neuen Ersatzteilen verwendet werden.
Die Marktlage für C123 Modelle ist noch entspannt. Allerdings müssen für technisch und optisch gute Exemplare bereits Preise um 10.000 Euro eingeplant werden. Empfehlenswerte Modelle sind der 230 CE und der 280 CE.




