Mit dem Ford Mondeo verfolgte die Ford Motor Company aus Detroit Anfang der 90er Jahre den Plan, ein “Weltauto” zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten. Der Name “Modeo” sollte diese Idee bereits nach aussen tragen. Mittlerweile gibt es die dritte Mondeo-Generation, nach dem Modeo I im Jahr 1993 in Deutschland auf den Markt kam.
Der Ford Mondeo I wurde zwischen 1993 und 2000 als Limousine, Coupe und Kombi als Nachfolger des Ford Sierra gebaut. Die Motorisierung reichte von mageren 90 PS im 1.6 TurboDiesel bis zu 205 PS im Modeo ST 200. Fast 20 Jahre nach seinem Marktstart ist ein Mondeo I in gutem Zustabnd für ca. 3000 Euro zu haben. Sein Fahrwerk wird selten bemängelt; ale Motorisierung empfohlen wird oftmnals der 1,8 Liter Benziner mit 115 PS Leistung. Sein Frontantrieb macht ihn auch bei Schnee beweglich. Im Vergleich zum Ford Sierra schnitt der Ford Modeo I deutlich besser in punkto Qualität ab. Bei einem mindestens 10 Jahre alten Fahrzeug bleiben Probleme selbstverständlich nicht aus. Diese reichen beim Ford Modeo I von defekten Zahnriemen über eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung und damit einhergehendem Mangel an Kühlmittel bis zu gebrochenen Achsfedern an der Vorderachse. Auch die Antriebswellen, ausgeschlagene Spurstangen sowie Rost machen dem Ford Modeo I heute oft zu schaffen. Bremsleitungen und Bremsschläuche neigen zudem zu Lecks, die Bremsscheiben zu erhöhtem Verschleiss. Bei Gebrauchtwagen sollten auch die Frontscheinwerfer und Heckleuchten geprüft werden – diese neigen zu Ausfällen. Oft festzustellen ist ausgeprägte Rostbildung, u.a. an tragenden Teilen am Rahmen vieler Fahrzeuge.

Der "Renner" in der Modellpalette des Ford Modeo II: Der Mondeo ST 220
Der Ford Mondeo II, die zweite Generation des Weltautos, wurde zwischen 2000 und 2007 vermarktet. Im Vergleich zum Vorgänger wurde Vieles verbessert – u.a. das Fahrwerk und die Lenkung. Die Diesel-Motoren, deren Leistung bei 90 PS im “TDCi” beginnt gelten als laufruhig und verbrauchsarm. Der V6 Benziner entwickelt zwar eine Leistung bis zu 226 PS (im Mondeo ST 220), ist jedoch nicht sehr häufig bei Gebrauchtwagen (ab 3000 Euro zu haben) zu finden. Wie auch der Ford Mondeo I neigt auch der Mondeo II zu Rostbildung in größerem Ausmaß, vor allem an den Kanten der Türen und an der Motorhaube. Auch werden fehleranfällige Steuergeräte registriert, dazu verschlissene Kupplungen und defekte Getriebe. Zudem neigt der TDCi Motor punktuell zu Ausfällen. Geachtet werden sollte auch auf die Feststellbremse, die Antriebswellen sowie generell die Hinterachse, die Probleme verursachen kann.
Die dritte Generation des Modeo, der Ford Mondeo III, kam 2007 auf den Markt und wird bis heute angeboten. Seine Motorisierung reicht vom 101 PS TDCi bis zum 220 PS Aggregat im Mondeo 2.5 V6, einem von Volvo entliehenen Motor. Die Federung und das Fahrwerk allgemein wurden noch einmal deutlich verbessert. Viele halten den Mondeo III sogar für besser als den scheinbar übermächtigen Rivalen, den VW Passat. Der Ford Mondeo III wird wie seine beiden Vorläufer in 3 Karrosserie-Varianten angeboten: Stufenheck, Schrägheck und Kombi. Bei gebrauchten Mondeo starten die Preise für gute Fahrzeuge ab 10500 Euro. Schwachstellen sind mitunter die Frontscheinwerfer, die Bremsscheiben, der Anlasser bei den Benziner-Modellen sowie die Auspuffanlage. Auch von Rissen an den Sensoren der Einparkhilfe wird berichtet.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Ford in den kommenden Jahren einen Mondeo IV auf den Markt bringt und damit die Erfolgsgeschichte des Weltautos um ein neues Kapitel bereichert. Sollte es den Ingeniueren gelingen, den Mondo weiter zu optimieren wird er auch weiterhin für Passat und Co. ein ernsthafter Rivale bleiben.