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Das ist ein Strich 8 (/8) – der Mercedes Benz W114 / 115 … – 12. Oktober, 2011

Wenn man unter Mercedes Fans mitreden möchte, sollte man den Begriff Strich-8 schon mal gehört haben. Unter dem /8 versteht man einen Mercedes Benz der Baureihe W114 / W115. Ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse welches von 1967 bis 1976 gefertigt wurde. Inzwischen sind also alle /8 Modelle bereits über 30 Jahre alt und können somit das H-Kennzeichen tragen. Dadurch werden auch die Diesel-Modelle interessant, die zwar keinen Hering vom Teller ziehen, aber so wenigstens günstig sind.

Es gibt durchaus günstige Strich Acht Modelle, doch hier sind oft die Fahrzeuge weiter von einem H-Kennzeichen entfernt als einem lieb ist. Das schöne: Es gibt noch zahlreichende originale Ersatzteile für einen Strich 8, noch besser: es gibt vor allem bei Verschleissteilen auch Teile aus dem Zubehör in Erstausrüsterqualität. Bei den Motoren hatte man die volle Bandbreite, vom 2,0 Liter Benziner mit 95 PS bis zu einem Benzin 6 Zylinder mit 185 PS. Bei den Dieselmodellen gab es den 200D mit 55 PS aus 2,0 Liter Hubraum. Der 3,0 Liter Diesel leistete 80 PS und war auch kein Beschleunigungswunder. Bequem waren sie, die Mercedes Benz /8 Modelle und beim Verbrauch langen die Dieselmotoren auch nicht so hin. Kein Wunder also, dass die /8 Modelle die Taxi-Landschaft der 70er Jahre prägten.

Die Motoren waren vorne längs eingebaut, Mercedes vertraute damals schon auf die Steuerkette und pro Zylinder reichten noch 2 Ventile. Die Dieselmotoren hatten eine mechanische Dieseleinspritzung, besser gesagt eine Bosch Vierstempel-Pumpe. Geschaltet wurde eüber ein 4-Gang Getriebe, optional gab es den /8 auch mit einer Vierstufen-Automatik. Die Hinterachse war beim /8 angetrieben, der gute alte W114 / W115 war also eine Heckschleuder, wenn er denn mal auf Touren kam.

Der 2.0 Liter Diesel z.B. brauchte fast eine halbe Minute von 0 auf 100 km/h, von einem flotten Flitzer kann man also wahrlich nicht reden, aber das wollte der Mercedes /8 auch gar nicht sein. Er sollte langlebig sein und durch Qualität überzeugen und das tat er auch. Zu den typischen Schwachstellen gehören die Endspitzen, die Seitenschweller, die Scheinwerferaufnahmen (auch Lampentöpfe genannt) und die Türkanten. Da greift der Rost gerne an, aber da gibt es auch noch Ersatz, sollte mal etwas benötigt wird. Engpässe gibt es wie bei jedem Oldtimer bei Teilen für den Innenraum.

Fast 2.000.000 Neuwagenkäufer können nicht irren, oder? Fast die Hälfte aller /8 Modelle waren Selbstzünder, also Fahrzeuge mit einem Dieselmotor. Von dem /8 gab es auch noch Sondermodelle / Formen wie z.B. die lange Version (beliebt als Taxi) oder aber auch als 2 türiges Coupe (welches es nur mit dem 6-Zylinder Motoren gab).

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Cooles Coupe: Der Mercedes 230 CE (C123) – 23. Oktober, 2010

Eine der populärsten Baureihen von Mercedes Benz war zweifelsohne der W123. Der Vorläufer der ersten E-Klasse (W124) prägte das Straßenbild in Deutschland in den 70er und 80er Jahren – u.a. aufgrund der Tatsache, dass der W123 lange Zeit als „das“ Taxi Modell galt. Vom W123 wurde neben einer Limousine und einem „T-Modell“ genannten Kombi auch ein Coupe produziert. Der „C123“ genannte Daimler steht bei Youngtimer-Fans bereits seit längerer Zeit äußerst hoch im Kurs.

Zeitloser Klassiker: Der C123, Coupe Version des Mercedes W123

Zeitloser Klassiker: Der C123, Coupe Version des Mercedes W123

Der C123 bildete die Nachfolge des „/8“ Coupe und wurde – ein Jahr nach der Präsentation der W123 Limousine – im Jahr 1977 auf dem Automobilsalon in Genf erstmals vorgestellt. Der 123 war als 230 C mit 109 PS (Vierzylinder) sowie als Sechszylinder 280 C (156 PS) und 280 CE (185 PS) erhältlich. In 1980 wurde der 230 C durch den 230 CE ersetzt – dieser bot im neuen M-102 Motor statt der bisherigen Vergaser-Technik eine mechanischen Einspritzung. In den USA war zudem ein 300 CD genanntes Diesel-Coupe erhöltlich. Die Produktion des C123 lief 1985 nach mehr als 8 Jahren und fast 100.000 Einheiten aus. Als Nachfolger ging das „C124“ genannte Coupe der E-Klasse W124 an den Start.

Das Mittelklasse-Coupe ist auch heute noch eine zeitlose Erscheinung, deren hohe Qualität und attraktives Design immer noch überzeugen. Leider wurden viele Coupes in den 80er Jahren durch Umbauten und „Tuning-Maßnahmen“ alles andere als optisch aufgewertet, was die Suche nach einem guten C123 etwas erschwert. Durch eine problemlose Nachrüstung eines G-Kat kann dem C123 Zugang zu den Umweltzonen der Innenstädte ermöglicht werden. Optisch ansprechende Accessoires sind Chromleisten und Aluräder aus dem Mercedes Originalteile-Programm.

Die Alltagstauglichkeit des Coupe ist vollkommen gegeben bzw. unbestritten, sofern es sich dabei um ein gut gewartetes und unfallfreies Exemplar handelt. Die Fahrzeuge der 80er Jahre wurden bereits mit ABS und Airbag ausgerüstet. Die Technik des C123 gilt als einfach zu warten und zu reparieren. Einzig die Karosserie kann Probleme bereiten. Wie bei den meisten Youngtimern ist Rost ein bösartiger Gegner. Hier sollte u.a. auf die Aufnahmen des Wagenhebers, die Schweller, den Scheibenrahmen und die Stoßfänger geachtet werden. Ersatzteile für den Daimler sind problemlos und günstig zu bekommen – von den Bremsscheiben und Bremsbelägen über die Wasserpumpe und den Zahnriemen bis zum Querlenker oder Radlager. Seltener sind Teile der Innenausstattung sowie Zierleisten und Gummis. Mitunter können auch preiswerte Gebrauchtteile als Alternative zu neuen Ersatzteilen verwendet werden.

Die Marktlage für C123 Modelle ist noch entspannt. Allerdings müssen für technisch und optisch gute Exemplare bereits Preise um 10.000 Euro eingeplant werden. Empfehlenswerte Modelle sind der 230 CE und der 280 CE.

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Keine Überraschung: VW Käfer auf Platz 1 der VDA Oldtimer-Bestandsaufnahme 2010 – 17. August, 2010

W116

Belegt Platz 9 der KBA Liste für Oldtimer mit H-Kennzeichen: Die Mercedes S Klasse "W116"

Die aktuelle Oldtimer Bestandasaufnahme des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), die dieser vor Kurzem beim Kraftfahrt Bundesamt in Flensburg in Auftrag gegeben hat, brachte keine überraschenden, aber dennoch interessante Ergebnisse. Die Erhebung stellt ein Ranking aller Fahrzeuge auf, die in Deutschland zugelassen, mindestens 30 Jahre alt sind und sich damit als “Oldtimer” für ein historisches Kennzeichen (“H-Kennzeichen”) qualifizieren.

Die Bestandsaufnahme wird klar vom VW Käfer angeführt. In der Top 10 finden sich zudem gleich sieben (!) Mercedes Modelle, ein Opel sowie ein Porsche. Dies liegt sicherlich zum einen an der hohen Qualität der Mercedes Produkte sowie deren zum anderen an den hohen genauten Stückzahlen. Die Ergebnisse des Rankings der 10 meist gefahrenen Oldtimer in Deutschland lauten im Einzelnen:

1. VW Käfer - Laut KBA sind in Deutschland noch rund 23.380 Käfer mit H-Kennzeichen registriert. Damit belegt der Ur-Volkswagen den Spitzenplatz der Liste. Bei eine Bauzeit von mehr als 50 Jahren und einer nach wie vor riseigen Fan-Basis weltweit ist das ehemals meist verkaufte Auto der Welt keine Überraschung auf der Pole Position.

2.  Mercedes “Strich 8″: Vom W114 bzw. W115, dem auch als “/8″ bezeichneten Mercedes Modell der späten 60er und 70er Jahre sind noch 6094 Einheiten in Deutschland zugelassen. Immerhin wurden vom beliebtesten Odlie-Mercedes mehr als 1,9 Mio. Stück zwischen 1968 und 1976 produziert.

3. Mercedes “Heckflosse”: Der W110 belegt Mercedes intern den 2. und auf der VDA Liste den 3. Platz.  Die “Heckflosse” lief zwischen 1959 und 1968 fast eine Million Mal vom Band und steht heute noch mit 4863 Einheiten in der H-Kennzeichen Statistik.

4. Mercedes SL (R107): Ein Design-Klassiker, der Mercedes Roadster SL aus der R107 Baureihe, findet sich auf Rang 4.  Der 350 SL löste 1981 die legendäre “Pagode” ab und erfreut sich auch heute noch dank robuster Bauweise und guter Qualität großer Beliebhet bei den Oldtimer Fans. In der KBA Statistik finden sich daher noch heute 4550 Fahrzeuge, die mit H-Kennzeichen gefahren werden.

5. Porsche 911 / 912: Das “Über Auto” aus Deutschland, der Porsche 911, dessen Karosserieform auch der Porsche 912 besass, steht auf Platz 5 der KBA Bestandsaufnahme der 30 Jahre alten Fahrzeuge. Der über 50 Jahre gebaute 911 hat nach wie vor eine riesige Fan-Gemeinde, die sich vor allem an den luftgekühlten Heckmotor Autos der 70er und 80er Jahre erfreut. Aktuell sind 3949 Porsche 911 aus Baujahr 1980 und älter mit einem H-Kennzeichen ausgestattet.

6. Mercedes “Pagode”: Der Vorgänger des Mercedes SL R107 findet sich auf Platz 6 der Rangliste wieder. Der sportliche Zweisitzer, der zwischen 1963 und 1971 produziert wurde und dessen Einstiegsmodell schon zur Markteinführung mehr als 22.000 Mark kostete, ist in der KBA Kartei noch mit 3933 Einheiten vertreten. INsgesamt wurden von der Mercedes Pagode 30.000 Exemplare gefertigt, von denen laut Statistik noch weit mehr als 10% in Betrieb sind.

7. Mercedes “S Klasse” (W108 / W109): Das Mercedes Flaggschiff ab Mitte der 60er Jahre, die S Klasse mit der internen Bezeichnung “W108 / W109″ ist ebenfalls in der Top Ten der Oldtimer in Deutschland vetreten. Vom ehemaligen Mercedes SPitzenmodell wurde auch ein Coupe und ein Cabrio produziert. Noch heute finden sich 2889 Autos dieser Baureihe mit H-Kennzeichen auf deutschen Straßen.

8. Mercedes Limousine (W123): Der “Taxi Mercedes” aus der Baureihe W123 prägte das Straßenbild in Deutschland in den 80er Jahren. Das Mittelklasse Modell von Mercedes wurde zwischen 1975 und 1985 produziert und mit zahlreichen Motorisierungen sowie als Coupe und Limousine angeboten. Der W123 gilt als sehr solides und qualitativ hochwertiges Fahrzeug, von dem noch heute 2727 Exemplare mit H-Kennzeichen unterwegs sind.

9. Mercedes “S Klasse” (W116):  Der Nachfolger des W108 wurde zwischen 1972 und 1980 produziert. Die intern als “W116″ bezeichnete S-Klasse war die spektakulärste Luxuslimousine der 70er Jahre und wurde mehr als 473.000 Mal gebaut. Von der damals in punkto Technik und Design Maßstäbe setzenden S Klasse sind noch heute 2673 Autos mit H-Kennzeichen zugelassen.

10. Opel Kadett: Platz 10 des KBA Rankings der beliebtesten Oldtimer mit H-Kennzeichen belegt der Opel Kadett. Der Kadett war der Verkaufsschlager aus dem Hause Opel und konnte es damals lange Zeit mit dem VW Käfer und dem VW Golf in punkto Stückzahlen aufnehmen. Autos der Kadett C allein wurden insgesamt mehr als 1,7 Mio. Mal produziert. Das KBA führt 2577 Opel Kadett der Baureihen A, B und C in seiner Liste der Oldtimer mit H-Kennzeichen und beschert Opel damit einen verdienten Platz unter den Top Ten.

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Youngtimer für kleines Geld – Der Mercedes 190D (W110) – 28. Juli, 2010

Ein nahezu “unkaputtbares” Auto aus dem Hause Mercedes-Benz, das seine Alltagstauglichkeit und geringen Betriebskosten auch heute noch unter Beweis stellt, ist der Mercedes 190D (interne Baureihen-Bezeichnung “W110″). Der 190D,  die “kleine Heckflosse” war in den 60er Jahren der schnellste (!) und komfortabelste Diesel der Welt. Im Vergleich zur “großen Heckflosse” (so wurden die von Mercedes als “Peilstege” zum Einparken gedachten Bugformen bezeichnet), dem  220er (W111) , fiel der 190D um 15 Zentimeter kürzer aus.

Kurze Modellhistorie des Mercedes 190D

Die verkürze Variante des W111 (Heckflosse mit Sechszylinder Motor), der 190D (W110) wird 1961 erstmals vorgestellt. Er ersetzt als neue Baureihe den intern als W121 bezeichneten 190D “Ponton”. Als Extras erhältlich waren bereits Servolenkung und Automatik Getriebe. 1965 wurde der 190D zum 200D aufgewertet. Zwar wurde der Tank von 51 auf 65 Liter vergrößert und optische Anpassungen wie rechteckige Rückleuchten und Blinker unterhalb der Scheinwerfer wurden umgesetzt, die Leistung des Motors blieb jedoch bei 55 PS. Damit erreichte der kleine Diesel bereits eine Höchstgeschwindigkeit von 133 km/h, was ihn schneller machte als z.B. einen VW Käfer. Die leichte Vergrößerung des Motors führte u.a. auch zu einer Erweiterung der Kurbelwellenlager. 1968 lief die Produktion des W110 aus und er wurde durch seinen sehr erfolgreichen Nachfolger “W115″ (“Strich 8 genannt”) ersetzt. Insgesamt fertigte Mercedes während der 7-jährigen Produktionszeit fast 390.000 Einheiten des 190D bzw. 200D.

Der W110 als Klassiker im Alltag

Der Mercedes 190D (W110) wird auch als "kleine Heckflosse" oder "Wanderdüne" bezeichnet.

Der Mercedes 190D (W110) wird auch als "kleine Heckflosse" oder "Wanderdüne" bezeichnet.

Wie bei vielen automobilen Schätzchen steht auch beim 190D oftmals der Rost als Feind im Weg. Daher sollte beim Kauf sehr akribisch auf das Thema “Korrosion” geachtet werden. Ist der Daimler jedoch gepfegt steht einem alltagstauglichen “Cruiser” nichts im Wege. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wird allgemein als gut bezeichnet. Neben Originateilen von Mercedes bietet auch der freie Markt fast alle Ersatzteile für die kleine Heckflosse an. Ob Bremsscheiben, Radlager, Auspuff oder Lichtmaschine – sowohl neu als auch gebraucht ist fast alles vorhanden. Schwierig wird es auch hier bei Teilen für die Innenausstattung sowie Zierleisten und anderen Chromteilen. Oft muss die Einspritzanlage justiert werden – hier sollte man auf einen erfahrenen MB-Experten vertrauen. Auch für den als “Wanderdüne” bezeichneten W110 gilt, dass gute Autos rar und teuer sind. Viele Exemplare sind verheizt oder wurden ohne Sachverstand zusammengeflickt. Wichtig ist wie erwähnt der Rost, der u.a. an Schweller, Einstiegsleisten, Radlauf und Reserverad wuchern kann. Daher empfiehlt sich die Nutzung eines Endoskops zur genaueren Diagnose.

Im Unterhalt ist der MB 190D sehr genügsam. Für einen Kilometer fallen bei einer Fahrleistung von 7000 Kilometern, Oldimer Versicherung und H-Kennzeichen nur 0,13 Euro an. Die Steuer schlägt lediglich mit 190 Euro zu Buche, die Versicherung kostet keine 80 Euro und der im Jahr verfahrene Diesel kostet ca. 670 Euro. Damit gehört der 190D zu den sehr günstigen Klassikern – vorausgesetzt natürlich, dass die Heckflosse über eine gute Substanz verfügt.

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