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Autotechnik von A bis Z: F wie Fahrwerk – 19. September, 2010

Das Fahrwerk gehört zu den elementaren Bereichen eines Fahrzeugs. Darunter versteht man alle Teile, die das Fahrverhalten eines KFZ bestimmen und beeinflussen. Zum Fahrwerk zählen die Räder, die Radaufhängung, die Federung, die Stoßdämpfer, die Lenkung sowie die Bremsen. 

Räder setzen sich auf der Felge sowie den Reifen zusammen. Sie stellen den Kontakt zwischen dem Fahrwerk und der fahrbahn her und sind somit entscheidend für die “Fahrdynamik” verantwortlich. Ziel im Fahrzeugbau ist es, Räder möglichst gewichtsreduziert zu konstruieren (z.B. mit Hilfe von Leichtmetallfelgen). Im Idealfall sind Räder besonders fest sowie die Reifen gegen Abnutzung und Abrieb möglichst resistent. Die an einem KFZ montierten Reifen müssen unabhängig von Witterung und Straßenverhältnissen  eine größtmögliche Haftung aufweisen. Der Kontakt zwischen Rädern und Fahrbahn wird mittels der Radaufhängung erzeugt.

Schematische Darstellung der Komponenten eines Fahrwerks

Schematische Darstellung der Komponenten eines Fahrwerks

Die Radaufhängung beinhaltet alle Autoteile, die die Räder und den Rahmen eines Fahrzeugs beweglich verbinden. Diese übermitteln beim Lenken, Bremsen und Beschleunigen entsprechende Kräfte an den Fahrzeugrahmen. Anforderung an die Radaufhängung ist, möglichst hohe Kräfte – Antriebskraft, Bremskraft und Seitenkraft – zu absorbieren.

Die Lenkung ermöglicht, das ein frei lenkbares KFZ gesteuert bzw. dessen Richtung vorgegeben werden kann. Sofern die lenkung “eingeschlagen” wird, stellen sich die Räder parallel in die gewünschte Richtung. Dies wird durch die Geometrie des Fahrwerks erzeugt. Mit Hilfe des so genannten ”Lenktrapez” (bestehend aus Vorderachse, Lenkhebeln und Spurstangen) verschiedene Einschlagwinkel an den Vorderrädern erzeugt werden udn ermöglichen so u.a. eine problemlose Kurvenfahrt. Der Einschlag des Rades im inneren der Kurve ist dabei größer als der des äußeren Rades.

Die Radbremse bzw. Betriebsbremse an einem Fahrwerk bewirkt die “schlupf-arme” Übertragung von Verzögerungskräften. Zur Betriebsbremse gehören alle Autoteile der Bremse, die direkt durch den Fahrer eines KFZ genutzt werden, um dessen Geschwindigkeit zu senken bzw. ein Fahrzeug anzuhalten. Die Betriebsbremsen sind am Fahrwerk angebracht und nehmen direkten Einfluß auf die Räder. In manchen Fällen wirken die Bremsen über eine Antriebswelle auf das jeweilig Rad der Antriebs-Achse.

Bei der Betrachtung des Fahrwerks aus KFZ-technischer Sicht gehören dazu die Lenkgeometrie (d.h. die geometrischen Eingenschaften der Lenkung), die Achsen und Radaufhängung mit den dazugehörigen Elementen von Federn und Dämpfern, die einzelnen Arten der Lenkung bzw. das Lenkgetriebe sowie die Räder und Reifen.  Die Lenkgeometrie umfasst alle Punkte, die mit der Stellung der Räder zur Fahrbahn und zur Längsachse (“Symmetrieachse”) des KFZ zusammenhängen. Hier geht es im Wesentlichen um die Winkel zwischen den Radebenen (die gedachte Kreisfläche durch die Mitte der Lauffläche von einem Reifen) sowie den Schwenkachsen (= Spreizachsen; die Achse um die ein Rad beim Lenken geschwenkt wird). Bei den erstgenannten geht es um die Themen “Spur” und “Sturz”. Das Lenkgetriebe wandelt die Drehbewegung des Lenkrades in eine Schubbewegung um. Diese wird mit Hilfe der Spustangen auf die zu lenkenden Räder übertragen. Bei einem Lenkgetriebe werden die folgenden Varianten unterschieden: die Zahnstangenlenkung, die Kugelumlauflenkung sowie die Gemmer-Globoidschneckenlenkung (Rollenlenkung). Bei den Achsen werden u.a. Starrachse und Einzelradaufhängung (Schwingachse) unterschieden.  Die Federn eines KFZ sollen zum einen den Fahrkomfort, zum anderen die Fahrsicherheit erhöhen. Man unterscheidet hier Blattfedern, Schraubenfedern, Torsionsfedern / Drehstabfedern sowie Luftfedern bzw. Gasfedern. Die Querlenker in einem Fahrwerk dienen dazu, ein KFZ in der Querrichtung zu stabilisieren. Wie die Federn sorgen auch die Stoßdämpfer für hohe Fahrsicherheit und gewünschten Fahrkomfort. Man unterscheidet zwischen Zweirohrstoßdämpfer und Einrohrstoßdämpfer, die mit Öldruck und/oder Gasdruck arbeiten. Die Räder und Reifen als Bestandteil am Fahrwerk sind dazu da, das Gewicht des KFZ, die Antriebskraft sowie die Bremskraft auf die Fahrbahn zu übertragen. Darber hinaus sorgen sie für die “Spurtreue”, d.h. die Einhaltung der gewünschten Fahrtrichtung und die Aufnahme von Fahrbahn-Unebenheiten.

Auto-fans benutzen häufig den Begriff “Sportfahrwerk” für eine “sportliche” Modifikation von Stoßdämpfern und Federn. Beim Einbau eines Sportfahrwerks werden die serienmäßigen Federn und Stoßdämpfer gegen sportlich ausgelegte Ersatzteile getauscht. Der Begriff “Sportfahrwerk” ist jedoch leicht irreführend, da bei einem Einbau nicht das komplette Fahrwerk im technischen Sinne getauscht wird, sondern lediglich einige Komponenten.

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daparto-Serie: Die wichtigsten Autoteile – Stoßdämpfer – 4. Juni, 2010

Stoßdäpfer sorgen dafür, dass ein PKW "auf Spur" bleibt

Stoßdämpfer sorgen dafür, dass ein PKW "auf Spur" bleibt

Als wichtiger Bestandteil des Fahrwerks sorgen Stoßdämpfer für eine Aufnahme und Neutralisierung der Schwingungen, die beim Einfedern und Ausfedern eines KFZ entstehen. Anders als der Name vermuten lässt sind Stoßdämpfer nicht für eine Reduktion bzw. den Ausgleich der Stöße durch Unebenheiten der Fahrbahn zuständig – diese nimmt die Federung auf. Unterschiden werden hydraulische und mechanische Stoßdämpfer. In hydraulischen Stoßdämpfern kommen Gas und Öl als federnde Elemente zum Einsatz. Sie werden gemeinsam mit gewickelten Fahrwerksfedern in fast allen PKW verbaut, während mechanische Dämpfer in LKW zusammen mit Blattfedern zum Einsatz kommen.

In modernen PKW werden Stoßdämpfer als “Einrohr-” oder Zweirohrdämpfer” verbaut.

In einem Fahrzeug sorgen die Stoßdämpfer dafür, dass dessen Reifen vor allem in Kurven und beim Bremsen “in der Spur” bleiben. Sie dämpfen wie angesprochen entstehende Schwingungen und verhindern dadurch ein selbständiges Ausfedern des Autos. Federn und Stoßdämpfer sind somit dafür verantwortlich, dass das Auto gesteuert werden kann und mit der notwendigen Kraft versorgt wird, um sicher auf der Fahrbahn zu bleiben. Sofern die Stoßdämpfer defekt sind, verlängert sich der Bremsweg erheblich. Darüber hinaus steigt das Risiko eines Überschlags in Folge eines schnellen Richtungs- oder Lastwechsels. Da die Stoßdämpfer permanent unter hoher Beanspruchung stehen verschleißen sie mit zunehmender Einsatzdauer und müssen somit gegen neue Ersatzteile getauscht werden. Die Nutzungsdauer liegt je nach Fahrverhalten und Inanspruchnahme zwischen 60- und 250.000 Kilometern. Ein Defekt lässt sich im Fahrbetrieb durch verschiedene Merkmale feststellen. Darüber hinaus kann auf einem Prüfstand ein so genannter Schwingungstest die Beschaffenheit der Dämpfer ermitteln.

KYB Logo

KYB - namhafter Stoßdämpfer-Hersteller aus Japan

Defekte Stoßdämpfer zeigen beim Fahren diverse Eigenschaften, die einen Rückschluss auf den Zustand erlauben. Häufig schwingen sie nach, wenn ein stillstehendes Fahrzeug “in Schwingungen” versetzt wird. Auch beim Überfahren einer Unebenheit ist dies zu beobachten. Auszutauschende Stoßdämpfer verursachen zudem laute Geräusche und bedingen einen ungewöhnlichen Verschleiß der Reifen. Auch ist ein Defekt in der Lenkung (“Flattern”) und beim Befahren (“Driften”) von Kurven zu bemerken. Zudem werden Seitenwinde verstärkt wahrgenommen, sofern die Stoßdämpfer an Performance verlieren. An undichten Dämpfern tritt darüber hinaus Öl aus.

Im freien Teilehandel bieten verschiedene Hersteller hochwertige Stoßdämpfer an, die oftmals deutlich günstiger sind als gleichwertige Originalteile der Fahrzeughersteller. Zu den bekanntesten Marken zählen Bilstein, Sachs, Monroe, KYB, Boge oder Quinton Hazell.

Neben den Standard-Stoßdämpfern können auch spezielle Sportst0ßdämpfer in einem PKW verbaut werden. Gemeinsam mit Sportfedern sind sie Teil eines Sport- oder Gewindefahrwerks, mit dem das Fahrzeug “tiefer gelegt” werden kann. Ein Sportfahrwerk sorgt für eine verbesserte Straßenlage, ist jedoch meist weniger komfortabel als das Serienfahrwerk. Sofern Sportstoßdämpfer und Sportfedern verbaut werden müssen diese in der Regel vom TÜV abgenommen werden. Namhafte Hersteller sind hier H&R, Eibach, Bilstein und KW Sportfahrwerke

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Anhängerkupplung & Elektrosatz – auch online sehr beliebte Autoteile – 17. April, 2010

Die Anhängerkupplung repräsentiert für viele Autofahrer einen Inbegriff des “spießigen” KFZ-Accessories. Unsere holländischen Nachbarn ziehen damit ihre Wohnwagen, ältere Herren mit Hut im Mercedes G-Modell oder E-Klasse hängen daran ihre Holz-Anhänger, andere verbinden damit den Anhänger für ihr Segelboot oder -flugzeug mit ihrem VW Touareg oder dem BMW X 5. Vor allem bei Fahrzeugen wie dem Mercedes W124 T-Modell, dem VW Passat B5 und dessen Vorgängern, dem Jeep Cherokee, dem Opel Omega oder dem BMW e39 Touring kann man häufig eine Anhängerkupplung (fachmännisch auch als “AHK” abgekürzt oder “Anhängevorrichtung” genannt) im Heck montiert sehen.

Die Anhängerkupplung - nach wie vor eines der beliebtesten Autoteile, das für fast jedes Auto verfügbar ist

Die Anhängerkupplung - nach wie vor eines der beliebtesten Autoteile, das für fast jedes Auto verfügbar ist

Obwohl die wenigsten Führerschein-Neulinge auf die Frage “Welches Autoteil können Sie sich am ehesten an Ihrem Fahrzeug vorstellen” eher mit “Sportfahrwerk, Alufelgen oder iPod Anschluss” antworten werden zählt die Anhängerkupplung nach wie vor zu den am häufigsten nachgefragten Autoteilen. Sie steht damit in einer Reihe mit Teilen wie Bremsscheiben, Stoßdämpfer, Auspuff und Kupplung. Zwar kann man sich Autos wie einen Mercedes SLK, einen Hyundai Getz, einen VW Polo oder einen Porsche 911 kaum mit einer Anhängerkupplung  vorstellen – es soll laut Fachleuten jedoch für nahezu jedes Auto eine AHK geben bzw. diese auch gekauft werden.

Seit Jahren gibt es für Kaufinteressenten von Anhängerkupplungen und den dazu benötigten Elektrosätzen (oder auch “E-Sätzen”) spezielle Online-Shops wie rameder, Bertelshofer oder Cago, die sich aufgrund ihrer großen Auswahl und guter Preise bei den Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Auch bei daparto, dem Autoteile-Marktplatz, ist das Thema “Anhängerkupplung” ein sehr wichtiges. Vor allem im Frühjahr ist die Nachfrage nach einer neuen AHK bei vielen Autofahrern groß. Die Anbieter auf dem Portal haben sich auf diese Kunden sehr gut eingestellt und bieten ihnen ein breites Sortiment in diesem Bereich – von der Anhängerkupplung über den Kugelkopf oder AHK Montagesatz bis zum passenden Elektrosatz.

Zu jeder Anhängerkupplung gehört ein passender Elektrosatz

Zu jeder Anhängerkupplung gehört ein passender Elektrosatz

Die korrekte Bezeichnung für die Anhängerkupplung lautet “Anhängezugvorrichtung“. Am Heck eines Fahrzeug wird, um damit einen Anhänger zu ziehen, eine Halterung, die einen Kugelkopf in ihrer Mitte trägt, montiert.  Die Kugel hat (wie viele Dinge im Straßenverkehr) eine Norm: Ihr Durchmesser beträgt 50mm. Erfinder der AHK war die Fa. Westfalia im ostwestfälischen Wiedenbrück aus der Nähe von Gütersloh. Auch heute werden Anhängerkupplungen unter dem Namen Westfalia vertrieben. Der mit dem Auto zu verbindende Anhänger besitzt ein seiner Deichsel ein zur Kupplung passendes Gegenstück (die so genannte “Kugelpfanne”). Mit Hilfe eines Verschlusses werden die beiden Elemente miteinander verbunden. Der Anhänger ist damit ferst mit der Anhängerkupplung gekoppelt und kann so nicht abheben; die Kugelpfanne ist jedoch auf dem Kugelkopf drehbar (wichtig u.a. bei Kurven) . An der Anhängerkupplung kann alternativ auch ein Fahrradträger mittels einer dafür vorgesehenen Vorrichtung montiert werden. Diesen nennt man “Heckträger”. Autofahrer haben die Wahl zwischen einer so genannten “starren” Anhängerkupplung oder einer, deren Kugelkopf bei Bedarf abgenommen werden kann.

Zu einer Anhängerkupplung gehört auch ein passender “Elektrosatz”. Dieser verbindet die Elektrik des Zugfahrzeugs mit der des Anhängers. So werden auch beim Anhänger die Heckleuchten, Blinker und Bremslichter gesteuert. Die für die verbindung verfügbaren Steckverbindungen sind – natürlich – genormt. Man unterscheidet dabei 7-polige und 13-polige Varianten.  Mit dem Kauf einer neuen Anhängerkupplung ist demnach in der Regel auch der Kauf von einem neuen Elektrosatz verbunden. Auch hier bietet daparto eine sehr große Auswahl an E-Sätzen für fast jedes Auto.

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