Im zweiten Teil zum Thema “Selbsthilfewerkstatt” folgen 5 weitere Tipps für die Nutzung einer Mietwerkstatt zum Auto-Schrauben und -Basteln.
1. Welches Werkzeug wird generell beim Schrauben benötigt?
In der Regel stellen Mietwerkstätten Spezialwerkzeug, das man für Reparaturen von Bremse, Stoßdämpfer, Auspuff und Co. benötigt, kostenlos oder gegen geringe Gebühr zur Verfügung. Dieses Spezialwerkzeug ist für Privatleute häufig in der Anschaffung zu teuer. Jeder Schrauber sollte jedoch eine “Grundausstattung” der wichtigsten Werkzeuge besitzen. Dazu gehören u.a. Schraubenschlüssel, Steckschlüssl (oft als Satz angeboten), verschiedene Schraubenzieher und ein Satz Inbusschlüssel. Wichig ist, beim Werkzeug wie auch bei den Autoteilen auf gute Qualität zu achten. U.a. sind Gedore, Beta und Hazet renommierte Hersteller, die von vielen Schraubern genutzt werden. Auch ist es wichtig, Aufsätze für Steckschlüssel zu besitzen, mit denen Spezialschrauben, die mittlerweile bei vielen Autos verwendet werden (z.B. Torx), lösen zu können.
2. Woher bekommt man die benötigten Ersatzteile?
Generell haben Schrauber die Wahl zwischen genrauchten und neuen Autoteilen. Gebrauchtteile werden von Autoverwertern angeboten, Neuteile (Originalteile und Identteile) von Autohaus und freiem Teilehandel. Je nach Auto-Modell ist die Auswahl sehr groß (VW Golf, Opel Astra, BMW 3er und Co.) bzw. kaum vorhanden (seltene Fahrzeuge bzw. exotische Hersteller). Generell gilt, dass bei Autoteilen großes Potenzial besteht, Geld zu sparen. Preisvergleiche führen häufig zu erstaunlichen Ergebnissen mit Sparmöglichkeiten von bis zu 75%. Hier lohnt vor allem – wie so oft - der Blick ins Internet. Autoteile-Portale wie daparto bieten hier eine perfekte Übersicht passender Teile, Produkt-Alternativen, Preise und Anbieter – vom Anlasser bis zur Zylinderkopfschraube. Benötigte Ersatzteile sollten im Idealfall im Vorfeld des Werkstattbesuchs gekauft werden.
3. Auf welche Fehler sollte man im Vorfeld achten bzw. vorbereitet sein?
Schrauber sollten sich bzgl. ihrer Fähigkeiten nicht selbst überschätzen. Zwar sind viele private Bastler ausgebildete KFZ-Mechaniker; einige schrauben jedoch aus purem Hobby und auf “gut Glück”. Generell sollte jeder, der sein Auto in Eigenregie repariert und wartet wissen, was er macht. Werkstatthandbücher und Online-Foren geben wertvolle Tipps; auch vor Ort steht das Personal der Werkstat und andere Schrauber oft gern mit Rat und Tat zur Seite. Ist bei einer DIY-Reparatur einmal gepfuscht worden, wird die professionelle Korrektur in der Regel sehr teuer. Garantien der Hersteller können entfallen und Schäden entstehen, die weitaus größer sind als der ursprüngliche Defekt. Sofern sich ein Schrauber mit dem Bauteil nicht auskennt sollte er Rat einholen oder gleich “die Finger davon lassen”. Zwar sind Fast-Fit Reparaturen von Auspuff, Bremse, Stoßdämpfer oder Kupplung vor allem an älteren Fahrzeugen nicht schwer, Vorsicht sollte jedoch generell geboten sein.
4. Wie kann man eine gute Mietwerkstatt erkennen?
Sinnvoll ist, sich die Selbsthilfewerkstatt im Vorfeld einmal gründlich anzusehen, um böse Überraschungen bzgl. Preisen und Ausstattung zu vermeiden. Der Arbeitsbereich der Werkstatt sollte gut beleuchtet und aufgeräumt sein. Die Hehebühnen müssen TÜV geprüft und in guten technischen Zustand sein. Auch das Werkzeug sollte gut funktionieren und ausreichend vorhanden sein. Zudem muss ein (kompetenter) Ansprechpartner stets vor Ort sein. Hilfreich ist, eine gute Selbsthilfewerkstatt im Internet zu suchen und dabei auch auf Bewertungen bisheriger Nutzer zu achten. Portale wie “autoplenum.de” oder “autoaid.de” bieten hier eine sehr gute Übersicht.
5. Wie sieht es mit der Haftung bei entstandenen Schäden aus?
Sofern Schrauber bei einer selbst durchgeführten Reperatur Fehler machen, kommen nur sie selbst für den entstandenen Schaden und die damit verbundenen Kosten auf. Daher ist es immens wichtig zu wissen, was man tut und ggfs. einen sachkundigen Helfer zu Rate zu ziehen, bevor ein Schaden entsteht. Bei den verwendeten Autoteilen sieht es anders aus – Gebrauchtteile vom Autoverwerter haben ein Jahr Garantie; neue Ersatzteile sogar 2 Jahre.



