Vorher muss man natürlich wissen, dass es in den Abgas Schadstoffe gibt. Die Abgasreinigung reduziert auch nur einen Teil der Schadstoffe in den Abgasen. Darunter zählen nun übrigens auch Filter für Ruß und Feinstaub. Diese Partikelfilter werden ab dem Jahr 2012 auch wieder vom Staat gefördert. Für die Abgasreinigung verwendet man heute einen geregelten 3-Wege Katalysator ein. Mit Hilfe eines chemischen Prozesses, welches Katalyse genannt wird, wandelt der Katalysator das giftige Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid um. Die ebenfalls sehr giftigen Stickoxide werden in Stickstoff umgewandelt. Das ist eigentlich auch schon alles, klingt einfach, oder?
Der geregelte 3-Wege Kat wird durch die Lambdasonde geregelt. Die Lambdasonde sitzt im Abgaskrümmer und misst den Restsauerstoffgehalt im Abgas. Anhand der Rückmeldung an die Motorelektronik wird das Gemisch ordnungsgemäß eingestellt, so dass der Katalysator auch seine Arbeit verrichten und vor Beschädigungen geschützt wird. Der Katalysator besteht aus einem Metallkörper, darin steckt ein Wabenkörper. In der Regel besteht dieser Wabenkörper aus keramischen Werkstoffen. Bei Hochleistungsmotoren greift man hier aus Gewichtsgründen auch gerne mal zu Edelstahl. So ein Wabennetz ist übrigens riesig groß. Würde man die Kontaktfläche eines PKW-Katalysators einfach mal auslegen, würde man die Fläche von einem Fußballfeld erreichen. Die Oberfläche ist natürlich hauchdünn und mit dem Edelmetall Platin / Rhodium beschichtet. Dieses Edelmetall ist auch für den chemischen Prozess verantwortlich. 2 Gramm Edelmetall reichen für die Beschichtung der kompletten Waben. Der Vorteil: Diese Edelmetallschicht wird nicht weniger, nutzt sich nicht ab und löst sich auch nicht auf. Der Kat muss trotzdem vor Beschädigungen geschützt werden. So ein Katalysator kann nämlich nicht nur durch Stöße sondern auch durch unverbranntes Benzin beschädigt werden. Die Arbeitstemperatur von so einem Katalysator beträgt übrigens ca. 250 – 800°C. Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 90-99%. Wenn doch alle Teile im Fahrzeug so einen hohen Wirkungsgrad hätten.
Bei Diesel-Motoren sorgt der Partikelfilter dafür, dass der Ruß zum Kohlendioxid umgewandelt wird. In dem Filter entsteht also so was ähnliches wie Asche. Die Abgasrückrührung sorgt dafür, dass ein Teil des Abgases (nämlich der Teil mit unverbranntem Kraftstoff) zurück in den Ansaugtrakt geleitet wird. Dadurch werden die Stickoxides im Abgas verringert.


