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Die Selbsthilfewerkstatt – Zweite Heimat vieler Schrauber (Teil 2) – 27. Juli, 2010

Im zweiten Teil zum Thema “Selbsthilfewerkstatt” folgen 5 weitere Tipps für die Nutzung einer Mietwerkstatt zum Auto-Schrauben und -Basteln.

1. Welches Werkzeug wird generell beim Schrauben benötigt?

In der Regel stellen Mietwerkstätten Spezialwerkzeug, das man für Reparaturen von Bremse, Stoßdämpfer, Auspuff und Co. benötigt, kostenlos oder gegen geringe Gebühr zur Verfügung. Dieses Spezialwerkzeug ist für Privatleute häufig in der Anschaffung zu teuer. Jeder Schrauber sollte jedoch eine “Grundausstattung” der wichtigsten Werkzeuge besitzen. Dazu gehören u.a. Schraubenschlüssel, Steckschlüssl (oft als Satz angeboten), verschiedene Schraubenzieher und ein Satz Inbusschlüssel. Wichig ist, beim Werkzeug wie auch bei den Autoteilen auf gute Qualität zu achten. U.a. sind Gedore, Beta und Hazet renommierte Hersteller, die von vielen Schraubern genutzt werden. Auch ist es wichtig, Aufsätze für Steckschlüssel zu besitzen, mit denen Spezialschrauben, die mittlerweile bei vielen Autos verwendet werden (z.B. Torx), lösen zu können.

2. Woher bekommt man die benötigten Ersatzteile?

Gutes Werkzeug ist für jeder Autoreparatur notwendig

Gutes Werkzeug ist für jeder Autoreparatur notwendig

Generell haben Schrauber die Wahl zwischen genrauchten und neuen Autoteilen. Gebrauchtteile werden von Autoverwertern angeboten, Neuteile (Originalteile und Identteile) von Autohaus und freiem Teilehandel. Je nach Auto-Modell ist die Auswahl sehr groß (VW Golf, Opel Astra, BMW 3er und Co.) bzw. kaum vorhanden (seltene Fahrzeuge bzw. exotische Hersteller). Generell gilt, dass bei Autoteilen großes Potenzial besteht, Geld zu sparen. Preisvergleiche führen häufig zu erstaunlichen Ergebnissen mit Sparmöglichkeiten von bis zu 75%. Hier lohnt vor allem – wie so oft -  der Blick ins Internet. Autoteile-Portale wie daparto bieten hier eine perfekte Übersicht passender Teile, Produkt-Alternativen, Preise und Anbieter – vom Anlasser bis zur Zylinderkopfschraube. Benötigte Ersatzteile sollten im Idealfall im Vorfeld des Werkstattbesuchs gekauft werden.

3. Auf welche Fehler sollte man im Vorfeld achten bzw. vorbereitet sein?

Schrauber sollten sich bzgl. ihrer Fähigkeiten nicht selbst überschätzen. Zwar sind viele private Bastler ausgebildete KFZ-Mechaniker; einige schrauben jedoch aus purem Hobby und auf “gut Glück”. Generell sollte jeder, der sein Auto in Eigenregie repariert und wartet wissen, was er macht. Werkstatthandbücher und Online-Foren geben wertvolle Tipps; auch vor Ort steht das Personal der Werkstat und andere Schrauber oft gern mit Rat und Tat zur Seite. Ist bei einer DIY-Reparatur einmal gepfuscht worden, wird die professionelle Korrektur in der Regel sehr teuer. Garantien der Hersteller können entfallen und Schäden entstehen, die weitaus größer sind als der ursprüngliche Defekt. Sofern sich ein Schrauber mit dem Bauteil nicht auskennt sollte er Rat einholen oder gleich “die Finger davon lassen”. Zwar sind Fast-Fit Reparaturen von Auspuff, Bremse, Stoßdämpfer oder Kupplung vor allem an älteren Fahrzeugen nicht schwer, Vorsicht sollte jedoch generell geboten sein.

4. Wie kann man eine gute Mietwerkstatt erkennen?

Sinnvoll ist, sich die Selbsthilfewerkstatt im Vorfeld einmal gründlich anzusehen, um böse Überraschungen bzgl. Preisen und Ausstattung zu vermeiden. Der Arbeitsbereich der Werkstatt sollte gut beleuchtet und aufgeräumt sein. Die Hehebühnen müssen TÜV geprüft und in guten technischen Zustand sein. Auch das Werkzeug sollte gut funktionieren und ausreichend vorhanden sein. Zudem muss ein (kompetenter) Ansprechpartner stets vor Ort sein. Hilfreich ist, eine gute Selbsthilfewerkstatt im Internet zu suchen und dabei auch auf Bewertungen bisheriger Nutzer zu achten. Portale wie “autoplenum.de” oder “autoaid.de” bieten hier eine sehr gute Übersicht.

5. Wie sieht es mit der Haftung bei entstandenen Schäden aus?

Sofern Schrauber bei einer selbst durchgeführten Reperatur Fehler machen, kommen nur sie selbst für den entstandenen Schaden und die damit verbundenen Kosten auf. Daher ist es immens wichtig zu wissen, was man tut und ggfs. einen sachkundigen Helfer zu Rate zu ziehen, bevor ein Schaden entsteht. Bei den verwendeten Autoteilen sieht es anders aus – Gebrauchtteile vom Autoverwerter haben ein Jahr Garantie; neue Ersatzteile sogar 2 Jahre.

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Die Selbsthilfewerkstatt – Zweite Heimat für viele Schrauber (Teil 1) – 22. Juli, 2010

Viele Schrauber führen Reparaturen und Wartungsarbeiten aus Mangel an Platz und Werkzeugen nicht zuhause durch, sondern nutzen dazu eine so genannte “Selbsthilfewerkstatt“. Eine Mietwerkstatt ist meist sehr preiswert und rechnet die Nutzung nach verbrachter Zeit ab. Zusätzlich bieten Selbsthilfewerkstätten auf Wunsch sachkundige Tipps sowie die Möglichkeit, ausgebaute Teile und abgelassene Betriebsstoffe (Motoröl, Bremsflüssigkeit) kostengünstig zu entsorgen. Fast überall findet sich eine Selbsthilfewerkstatt, in der Reifen gewechselt, Rost entfernt und defekte Autoteile in Eigenregieausgetauscht werden können.

Nachfolgend sind einige Tipps für die Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt zusammengefasst.

1. Wie findet man eine Selbsthilefewerkstatt?

Sofern man eine Werkstatt in der Nähe finden möchte, bietet einmal mehr Google entscheidende Hilfe – neben Datenbanken, die eine überregionale Übersicht bieten, sind viele Werkstätten auch direkt per Google-Suche auffindbar. Darüber hinaus kann ein Blick in die “Gelben Seiten” (online und offline) das gewünschte Ergebnis bringen. Manchmal weiss auch der lokale Teilehandel, wo preiswert geschreubt werden kann.

2. Wo erhält man Informationen rund um die KFZ Reparatur und-Wartung?

In der Mietwerkstatt finden Schrauber ideale Bedingungen

In der Mietwerkstatt finden Schrauber ideale Bedingungen

Eine sehr wertvolle Quelle stellen Reparaturhandbücher dar. Die bekanntesten Reihen sind “Jetzt helfe ich mir selbst” und “So wird’s gemacht”, in denen Bücher zu zahlreichen Fahrzeugmodellen erschienen sind. Darüber hinaus gibt es internationale Bücher – u.a. aus dem Haynes Verlag – die wertvolle Informationen enthalten. Jeder Schrauber sollte nach Möglichkeit ein Buch zu seinem Fahrzeug besitzen, in dem Raparatur-Infos nachgelesen werden können. Neben Reparaturhandbüchern bieten auch Online-Foren wie z.B. “Motor-Talk” die Möglichkeit, benötigte Infos im Rahmen von Diskussionen mit anderen Mitgliedern zu erhalten. Nicht selten finden sich schon heute viele Antworten auf eventuelle Fragen im Netz.

3. Über welche Ausstattung verfügt eine Selbsthilfewerkstatt?

Jede Werkstatt verfügt über eine oder mehrere Hebebühnen und so genannten “Gruben”, um Arbeiten an der Unterseite des Fahrzeugs durchführen zu können. Vielfach kann man darüber hinaus Pressluft-Werkzeuge, Schweißgeräte sowie Handwerkzeug nutzen. Manchmal müssen für die Nutzung gesonderte Gebühren entrichtet werden. Einige Werkstätten bieten zudem eine Lackierkabine. Generell kann man in einer Selbsthilfewerkstatt auch Altteile und Betriebsflüssigkeiten entsorgen. Die zur Reparatur benötigte Ausstattung sollte im Vorfeld angefragt werden.

4. Gibt es professionelle Hilfe in der Selbsthilfewerkstatt?

Einige Werkstätten stehen Schraubern mit ihrem Personal mit Rat und Tat zur Seite. Gerade bei komplizierteren Arbeiten kann fachmännische Hilfe durch einen KFZ-Mechaniker sehr hilfreich sein. Generell sollten Schrauber, die sich in eine Selbsthilfewerkstatt begeben jedoch selbst über das notwenige Know-How für die geplanten Reparaturen verfügen.

5. Welche Kosten fallen bei der Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt an?

Die Kosten in einer Selbsthilfewerkstatt werden nach “Zeitverbrauch” angerechnet. So kostet die Nutzung einer Hebebühne / Stunde z.B. zwischen 5 und 10 Euro; ähnliche Kosten fallen bei einem Scheißgerät an. Etwas teurer ist die Nutzung einer Lackierkabine. Werkzeug kann wie erwähnt geliehen werden (ab ca. 1 Euro / Stunde). Generell gilt: Je zeitaufwändiger die zu erledigende Reparatur ist, desto größer ist die Ersparnis gegenüber der Reparatur in einer Fachwerkstatt.

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