Artikel-Tags: „Ersatzteile“

 

Sayonara, Daihatsu – Japanischer Hersteller zieht sich aus Europa zurück – 14. Januar, 2011

Der japanische Autohersteller Daihatsu gab gestern bekannt, dass er sich aus Europa zurück ziehen wird. Zum 31.01.2013 wird der Vertrieb der Marke, die seit 1988 mehrheitlich zu Toyota gehört, im europäischen Raum eingestellt.

Ein Haupt-Grund für den Rückzug ist die für Daihatsu schwierige Marktsituation – anders als seine Wettbewerber produziert der Hersteller nicht in Europa und muss seine Fahrzeuge aus Asien importieren. Damit ist Daihatsu mit dem Absatz seiner Kleinwagen, SUVs und Mittelklasse-Autos stark von der Entwicklung des Yen abhängig. Da sich dieser seit geraumer Zeit für das Unternehmen ungünstig entwickelt wird es zunehmend schwerer, Fahrzeuge im europäischen Wirtschaftsraum zu verkaufen. In Konsequenz müssen die Modelle zu nicht marktfähigen Preisen angeboten werden – alternativ verzichten die 300 deutschen Daihatsu-Händler auf  wichtige Margen, um vor allem die Kleinwagen der Marke wettbewerbsfähig verkaufen zu können.

In den 80er Jahren war die Welt für Daihatsu Deutschland noch in Ordnung

In den 80er Jahren war die Welt für Daihatsu Deutschland noch in Ordnung

Die Folgen der Entwicklung zeigten sich schnell in den Absatz- und Zulassungszahlen. Während in 2008 noch fast 14.000 Autos alleine in Deutschland verkauft werden konnten schrumpfte dieser Wert in nur 2 Jahren auf 5.800 Einheiten. In Europa konnte Daihatsu im gleichen Zeitraum gerade einmal 18.000 Fahrzeuge verkaufen. Im Vergleich zum weltweiten Absatz, der 2010 bei fast 900.000 Fahrzeugen lag nimmt sich diese Zahl mehr als bescheiden aus.

Das 1907 gegründete japanischen Traditionsunternehmen firmiert seit 1951 unter dem Namen Daihatsu. 1977 wurden die ersten Modelle nach Deutschland importiert. Import und Vertrieb wurde zunächst von authorisierten Händlern organisiert; die Modelle hießen u.a. Cuore, Hi-Jet, Feroza, Charade und Rocky. 1989, kurz nach der mehrheitlichen Übernahmen durch Toyota, wurde die Daihatsu Deutschland GmbH gegründet, die ihren Sitz bis heute im rheinischen Tönisvorst hat. 1991 erreichten die Daihatsu Verkaufszahlen in Deutschland erstmals die Marke von 20.000 Einheiten. Wesentlicher Treiber war der Kleinwagen Daihatsu Cuore, der mittlerweile in fünfter Generation vermarktet wird. Die heutige Modellpalette der Marke besteht aus dem Terios, dem Trevis, dem Materia, dem YRV, dem Sirion und dem Copen, einem kleinen Coupe mit Rechtslenker.

Nach der Schließung der Daihatsu Deutschland GmbH 2013 sollen die Händler Versorgung in den Bereichen Service und Ersatzteile selbständig organisieren. Angesichts einer veralteten Modellpalette, nicht mehr zeitgemäßer Designs und zuletzt aufkommender Qualitätsprobleme ein nicht gerade einfaches Unterfangen.

Kommentare deaktiviert

Autotechnik von A bis Z: K wie Kardanwelle – 8. Dezember, 2010

Die Kardanwelle (auch “Gelenkwelle” genannt) ist die klassische Ausführung einer Gelenkwellen-Kombination mit entweder einem oder zwei Kardangelenken. Die Kardanwelle ermöglicht die Übertragung des Drehmomentes in einem PKW. Beim Verbau von zwei Kardangelenken können zwei nicht fluchtende, nur parallel versetze Wellen übertragen werden. Eine Kardanwelle verbindet entweder einen Frontmotor mit einer Antriebsachse im Heck oder einen im Heck verbauten Motor mit einer Antriebsachse an der Fahrzeugfront.

Die so genannte "Hardyscheibe" ist ein wichtiges Verbindungselement der Kardanwelle

Die so genannte "Hardyscheibe" ist ein wichtiges Verbindungselement der Kardanwelle

Die Kardanwelle wird demnach benötigt, wenn ein vorderer Antrieb die Hinterachse ausschließlich oder zusätzlich antreiben soll oder wenn der Heckmotor mit der Vorderachse zusätzlich verbunden werden soll. Die Kardanwelle verbindet beim Standardantrieb den Getriebeausgang mit dem hinterem Achsantrieb. Eine starre Hinterachse benötigt dabei ein Schiebestück und zwei Kreuzgelenke, die um 90° versetzt angeordnet sind, um die Achsen-Vertikalbewegung auszugleichen. Die Kardanwelle wird an den Enden häufig mit Kreuzgelenken angeschlossen. Gegenüber einer Antriebskette sind die Vorteile einer Kardanwelle der geringe Wartungsaufwand sowie ihr geringes Spiel. Während der Drehbewegung können beide Wellen-Enden den Abstand ändern. Nachteile der Kardanwelle sind das höhere Gewicht sowie die höheren Kosten für Bauteil und Wartung.

Die Kardanwelle eines PKW bzw. LKW hat die klassische Aufgabe der Drehmomentübertragung in Fahrzeugen vom Getriebe zur Hinterachse. Die Kardanwelle ist zweiteilig mit verbindendem Kardangelenk. In der Regel ist sie mit der Hinterachse mit einem 2. Kardangelenk und mit der Getriebe-Ausgangswelle meist über eine so genannte “Hardyscheibe” verbunden. Diese ermöglicht elastische Längsbewegungen zwischen der Motor-Getriebe-Gruppe und der Hinterachse. Ihre Biegsamkeit entsteht durch das Verwenden einer Gummi-Scheibe. Die Elastizität ermöglicht so das Abfedern von Stößen in der Drehmomentübertragung. Hardyscheiben können für geringe Drehmomente verwendet werden. Bei einer Gelenkwelle mit zwei Kardangelenken fällt die Drehübertragung mit dem Kardangelenk in geknickter Stellung ungleichförmig aus. Der Drehfrequenz ist eine kleine Schwankung von doppelter Frequenz überlagert. Mit zwei Kardangelenken kann sich der Übertragungsfehler, sofern beide Gelenke gleich geknickt sind, aufheben.

Gelenkwellen sind ebenso Hauptbestandteil von “Zapfwellen”-Systemen zwischen Traktoren und angeschlossenen Arbeitsmaschinen. Das 2. Kardangelenk sowie das zusätzliche Schubgelenk sind für die Drehmoment-Übertragung nötig, unabhängig davon, an welchem Punkt und wie die gezogene Arbeitsmaschine angehängt wird. Nebenaggregate wie Mäh- und Sämaschine werden durch die Kardanwelle angetrieben, da diese Aggregate werden am Traktor teils beweglich befestigt werden und können so ihre Lage ändern. Neben motorisierten Fahrzeugen wie PKW, LKW und Nutzfahrzeugen ist auch in Motorrädern und Fahrrädern eine Kardanwelle verbaut.

Kommentare deaktiviert
Veröffentlicht in Autoteile

daparto zeigt Preisunterschiede bei Autoteilen im neuen Gebrauchtwagen Heft 2011 der Autozeitung – 24. September, 2010

Im Sonderheft "Gebrauchtwagen 2011" der Autozeitung wird u.a. über das Sportpotenzial im Autoteile-Bereich berichtet

Im Sonderheft "Gebrauchtwagen 2011" der Autozeitung wird u.a. über das Sportpotenzial im Autoteile-Bereich berichtet

Vor wenigen Tagen erschien das Sonderheft „Gebrauchtwagen 2011“ der Autozeitung. Darin werden auch in diesem Jahr 215 PKW-Modelle hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile als gebrauchte Fahrzeuge vorgestellt. Ob VW Golf V, Mercedes C202 oder Porsche Boxster – die Redakteure geben im Heft umfangreiche Auskunft zu fast jedem aktuell am Markt erhältlichen Fahrzeug.

Die Autozeitung bietet in Zusammenarbeit mit dem Autoteile-Preisvergleich daparto neben Gebrauchtwagen-Portraits auch Auskunft zum Sparpotenzial bei Autoteilen. Am Beispiel verschiedener Fahrzeugmodelle werden die Preise von 10 verschiedenen Originalteilen (u.a. Bremsscheiben, Wasserpumpe und Stoßfänger)  mit auf dem Online-Marktplatz angebotenen Identteilen, Nachbauteilen und Gebrauchtteilen verglichen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass im Bereich der Ersatzteile signifikante Preisunterschiede bestehen, die Autofahrer nutzen können, um Geld bei Reparatur und Wartung Ihrer Fahrzeuge zu sparen.

Der Beitrag zum Thema „Autoteile“ im Autozeitung Sonderheft, das u.a. im Zeitschriftenhandel und an Tankstellen zu kaufen ist, findet sich auf den Seiten 23 und 24. Potenzielle Käufer eines Gebrauchtwagens sollten neben einem günstigen Anschaffungspreis und kalkulierbaren Betriebskosten auch auf die für Reperatur und Wartung eines “neuen Gebrauchten” anfallenden Kosten in ihre Entscheidung mit einbeziehen. Dabei ist u.a. der Blick auf die Ersatzteile-Preise sehr hilfreich.

Kommentare deaktiviert

Gebrauchtwagen unter der Lupe: Der Renault Twingo – 14. September, 2010

Das Ende des Sommers läutet in jedem Jahr traditionell das Erscheinen der Gebrauchtwagen-Sonderhefte und -Tests vieler Automobilzeitschriften ein. Ob AutoBild, AutoZeitung oder Auto Motor und Sport – jede Publikation wartet mit einem mehr oder weniger umfangreichen Magazin, in dem zahlreiche Gebrauchtwagen sowie deren Vor- und Nachteile portraitiert werden, am Kiosk auf.

Kleine Preise für Gebrauchtwagen und Ersatzteile: Der Renault Twingo

Kleine Preise für Gebrauchtwagen und Ersatzteile: Der Renault Twingo

Die in diesem Jahr erscheinenden Hefte stellen u.a. den Renault Twingo als kostengünstigen Kleinwagen und damit interessanten Gebrauchten vor. Der zwischen 1993 und 2007 in enormer Stückzahl gebaute Twingo ist in gutem Allgemeinzustand bereits ab 2000 Euro zu haben und zeigt sich zwar nicht frei von Mängeln jedoch als sehr reparaturfreundlich. Zwar wurden im Zuge der “Abwrackprämie” nicht wenige Renault Twingo aus dem Verkehr gezogen; dennoch ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch immer groß. Die Abwrack-Mania bedeutet jedoch für Twingo-Fahrer viel Gutes: Ob ein Rücklicht, eine Stoßstange oder ein Kotflügel benötigt wird – Ersatzteile sind als Gebrauchtteile bei Autoverwertern ebenso günstig und zahlreich zu bekommen wie neue Autoteile aus dem freien Handel.

Der Renault Twingo wurde als Kleinwagen mit einem 1,2 Liter Vier-Zylinder Motor ausgestattet. Zur Auswahl stehen Leistungs-Varianten von 55, 58 oder 75 PS. Im Jahr 2000 erfolgte zur “Halbzeit” der Bauzeit eine Modellpflege, im Rahmen derer der Twingo qualitativ deutlich verbessert wurde und u.a. eine Servolenkung erhielt. Die Unterhaltskosten des kleinen Franzosen fallen sehr moderat aus und die Ersatzteile wie angesprochen ebenso. Das ist jedoch aufgrund einiger gravierender Mängel, die dem Twingo im Alter zu schaffen machen, dringend notwendig. Ein großes Problem vieler Fahrzeuge ist die Vorderachse. Ausgeschlagene Achsen zählen zu den häufigsten Twingo-Krankheiten. Der Achsträger der Vorderachse neigt dazu, erheblich zu rosten und muss häufig repariert oder getauscht werden. Auch die Federung zeigt sich problematisch; gebrochene Federn an der Vorderachse sind keine Seltenheit. Auch Lenkung, Radlager und die Bremsen des Twingo (u.a. Bremsscheiben / Bremsbeläge, Bremszylinder, Bremsschläuche) zählen zu den Schwachstellen.

Sofern Gebrauchtwagen-Interessierte sorgfältig recherchieren, sollten sie aufgrund des breiten Angebotes Fahrzeuge in gutem Zustand finden können. Und sollte doch einmal ein Defekt auftreten so geht dessen Beseitigung dank eines sehr guten Ersatzteile-Angebots im Internet und im Offline-Handel in der Regel glimpflich ab.

Kommentare deaktiviert
Veröffentlicht in Renault Ersatzteile

Citroen 2 CV & Fiat 500: Günstige Youngtimer steigen im Wert – 26. August, 2010

Laut dem jüngst veröffentlichten Deutschen Oldtimer Index des VDA zeigt sich bei Liebhabern von Old- und Youngtimern bei Anschaffung, Reparatur und Wartung die Tendenz zum Sparen. Das hat auch Auswirkungen auf die Preise historischer Fahrzeuge, die seit Jahresbeginn um ca. 2 Prozent gesunken sind. In den vergangenen 11 Jahren war der Index im Schnitt jährlich noch um 5,7 Prozent  gestiegen.

Ferrari 246 "Dino" - Nach wie vor teuer, aber mit geringerer Wertentwicklung als bisher

Ferrari 246 "Dino" - Nach wie vor teuer, aber mit geringerer Wertentwicklung als bisher

Während bei den teuren Autos wie Porsche, Mercedes, Jaguar oder Ferrari die Tendenz zur Zurückhaltung beim Kauf zu sehen ist, haben sich im Gegensatz dazu die Werte von günstigen Oldtimern positiv entwickelt. Beispiele dafür sind der Citroen 2CV “Ente” und der Fiat 500 “Cinquecento”. Auch der als “Volksporsche” verschriene Porsche 924 hat sich wertmäßig verbessert und belegt Platz 3 der Tabelle der Youngtimer mit dem höchsten Wertzuwachs.

Auch ein Daimler steht gut da – die S-Klasse des Typs W116 aus den frühen 70er Jahren steht auf Rang 7 der VDA Liste. Hochpreisige Klassiker wie der 300 SL “Gullwing” oder der Ferrari 246 “Dino” konnten ihre – zugegeben hohen – Werte nicht weiter steigern, sondern stagnierten (300 SL)  oder fielen im Ranking (Dino) der Autos mit dem besten Wertzuwachs.

In der Liste der 10 Young- und Oldtimer-Fahrzeuge mit der besten Wertentwicklung sind laut VDA diese Modelle vertreten: 1. Citroen 2 CV, 2. Fiat 500 F, 3. Porsche 924, 4. Cadillac Eldorado, 5. Lancia Fulvia 1.3s, 6. Porsche 911 SC, 7. Mercedes 280 SE (W116), 8. Ferrari Dino 246 GT, 9. Opel Kadett B 1100, 10. Toyota 2000 GT

Es zeigt sich, dass Youngtimer aus dem niedrigen “Brot und Butter” Klasse an Attraktivität und Wert gewinnen. Für diese Fahrzeuge ist das Angebot im Bereich Autoteile & Zubehör sowohl reichhaltig als auch günstig, so dass sich die Betriebskosten im Rahmen halten.

Kommentare deaktiviert
Veröffentlicht in Autoteile