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Die Selbsthilfewerkstatt – Zweite Heimat für viele Schrauber (Teil 1) – 22. Juli, 2010

Viele Schrauber führen Reparaturen und Wartungsarbeiten aus Mangel an Platz und Werkzeugen nicht zuhause durch, sondern nutzen dazu eine so genannte “Selbsthilfewerkstatt“. Eine Mietwerkstatt ist meist sehr preiswert und rechnet die Nutzung nach verbrachter Zeit ab. Zusätzlich bieten Selbsthilfewerkstätten auf Wunsch sachkundige Tipps sowie die Möglichkeit, ausgebaute Teile und abgelassene Betriebsstoffe (Motoröl, Bremsflüssigkeit) kostengünstig zu entsorgen. Fast überall findet sich eine Selbsthilfewerkstatt, in der Reifen gewechselt, Rost entfernt und defekte Autoteile in Eigenregieausgetauscht werden können.

Nachfolgend sind einige Tipps für die Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt zusammengefasst.

1. Wie findet man eine Selbsthilefewerkstatt?

Sofern man eine Werkstatt in der Nähe finden möchte, bietet einmal mehr Google entscheidende Hilfe – neben Datenbanken, die eine überregionale Übersicht bieten, sind viele Werkstätten auch direkt per Google-Suche auffindbar. Darüber hinaus kann ein Blick in die “Gelben Seiten” (online und offline) das gewünschte Ergebnis bringen. Manchmal weiss auch der lokale Teilehandel, wo preiswert geschreubt werden kann.

2. Wo erhält man Informationen rund um die KFZ Reparatur und-Wartung?

In der Mietwerkstatt finden Schrauber ideale Bedingungen

In der Mietwerkstatt finden Schrauber ideale Bedingungen

Eine sehr wertvolle Quelle stellen Reparaturhandbücher dar. Die bekanntesten Reihen sind “Jetzt helfe ich mir selbst” und “So wird’s gemacht”, in denen Bücher zu zahlreichen Fahrzeugmodellen erschienen sind. Darüber hinaus gibt es internationale Bücher – u.a. aus dem Haynes Verlag – die wertvolle Informationen enthalten. Jeder Schrauber sollte nach Möglichkeit ein Buch zu seinem Fahrzeug besitzen, in dem Raparatur-Infos nachgelesen werden können. Neben Reparaturhandbüchern bieten auch Online-Foren wie z.B. “Motor-Talk” die Möglichkeit, benötigte Infos im Rahmen von Diskussionen mit anderen Mitgliedern zu erhalten. Nicht selten finden sich schon heute viele Antworten auf eventuelle Fragen im Netz.

3. Über welche Ausstattung verfügt eine Selbsthilfewerkstatt?

Jede Werkstatt verfügt über eine oder mehrere Hebebühnen und so genannten “Gruben”, um Arbeiten an der Unterseite des Fahrzeugs durchführen zu können. Vielfach kann man darüber hinaus Pressluft-Werkzeuge, Schweißgeräte sowie Handwerkzeug nutzen. Manchmal müssen für die Nutzung gesonderte Gebühren entrichtet werden. Einige Werkstätten bieten zudem eine Lackierkabine. Generell kann man in einer Selbsthilfewerkstatt auch Altteile und Betriebsflüssigkeiten entsorgen. Die zur Reparatur benötigte Ausstattung sollte im Vorfeld angefragt werden.

4. Gibt es professionelle Hilfe in der Selbsthilfewerkstatt?

Einige Werkstätten stehen Schraubern mit ihrem Personal mit Rat und Tat zur Seite. Gerade bei komplizierteren Arbeiten kann fachmännische Hilfe durch einen KFZ-Mechaniker sehr hilfreich sein. Generell sollten Schrauber, die sich in eine Selbsthilfewerkstatt begeben jedoch selbst über das notwenige Know-How für die geplanten Reparaturen verfügen.

5. Welche Kosten fallen bei der Nutzung einer Selbsthilfewerkstatt an?

Die Kosten in einer Selbsthilfewerkstatt werden nach “Zeitverbrauch” angerechnet. So kostet die Nutzung einer Hebebühne / Stunde z.B. zwischen 5 und 10 Euro; ähnliche Kosten fallen bei einem Scheißgerät an. Etwas teurer ist die Nutzung einer Lackierkabine. Werkzeug kann wie erwähnt geliehen werden (ab ca. 1 Euro / Stunde). Generell gilt: Je zeitaufwändiger die zu erledigende Reparatur ist, desto größer ist die Ersparnis gegenüber der Reparatur in einer Fachwerkstatt.

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