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Bei daparto gelernt: Wann muss ich die Bremsflüssigkeit wechseln? Kann ich Bremsflüssigkeit mischen? – 29. Juni, 2011

Wer kennt es nicht aus den Filmen: Ein Auto fährt durch eine traumhaft schöne Umgebung, die Straße ist an einer Steilküste uns sehr kurvig. Irgendwann merkt der Fahrer das die Bremsen versagen und das Fahrzeug springt über die Klippe. Sowas geht leider nur in Filmen gut, denn nur da funktionieren solche Stunts. Damit sowas einem nicht im realen Leben passiert sollte man regelmäßig die Bremsscheiben, die Bremsbeläge und die Bremsflüssigkeit überprüfen. Mangelt es an Bremsflüssigkeit ist es nicht mit einem einfachen auffüllen getan. Ihr müsst euch das wie folgt vorstellen: So ein Bremskreislauf ist ein geschlossenes System. Durch den Druck auf das Bremspedal wird hydraulisch Druck erzeugt der dann die Bremsbeläge auf die Bremsscheiben presst. Sollte in dem geschlossenen Bremssystem nun Bremsflüssigkeit entweichen muss man davon ausgehen, dass ein defekt vorliegt. Der Bremsflüssigkeitsstand sinkt bei abgenutzten Bremsscheiben und Bremsbelägen, fehlt mehr als dieser normale Verschleißindikator kann ggf. eine Bremsleitung oder aber der Bremskolben undicht sein. Hier muss man nun schnell handeln und das Fahrzeug bis zur Reparatur stehen lassen. Experten raten alle 2 Jahre die Bremsflüssigkeit komplett auszutauschen, es macht Sinn dieses in Kombination mit der Erneuerung der Bremsklötze / Bremsbeläge bzw. Scheibenbremsen zu machen. Das gleiche gilt natürlich auch für Fahrzeuge die an der Hinterachse noch Bremstrommeln / Trommelbremsen haben. Achtung: Es gibt feine Unterschiede bei der Bremsflüssigkeit, achtet also im Handbuch vom Fahrzeug darauf welche Bremsflüssigkeit euer Fahrzeug benötigt.

Hat man für Fahrzeuge die vor 1990 zugelassen worden sind noch DOT 3 und DOT 4 Bremsflüssigkeit verwendet benutzt man nun in der Regel nur noch DOT 4 bzw. DOT 5 Bremsflüssigkeit. Auf der Bremsflüssigkeit ist auch der Siedepunkt und der Nass-Siedepunkt angegeben. Man muss dazu sagen, dass Bremsflüssigkeit sehr gerne Wasser aufnimmt, das ganze nennt man im Fachjargon hygroskopisch. Wasser hat einen niedrigeren Siedepunkt als Bremsflüssigkeit, daher würde Wasser natürlich auch schneller verdampfen, daher würde eine Melange aus Bremsflüssigkeit und Wasser unter Umständen zu Problemen führen. Aus dem Grund sollte man die Bremsflüssigkeit mehrfach im Jahr überprüfen. DOT 3 und DOT 4 Bremsflüssigkeiten könnte man zwar mischen, man rät allerdings davon ab, da die Bauteile dadurch angegriffen werden könnten. DOT 5 Bremsflüssigkeit darf definitiv nur in Fahrzeuge die dafür ausgelegt sind, ein Mischen ist hier nicht möglich. Die normale Farbe von Bremsflüssigkeit ist braun, ist sie dunkler oder fast schwarz muss sie auf jeden Fall gewechselt werden. Durch einen Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit können die Bauteile auch von innen rosten, was so natürlich zu erheblichen Kosten und Gefahren führen könnte.

Die Urlaubszeit steht vor der Tür, wer also mit dem Auto verreisen möchte sollte bevor er sein Fahrzeug belädt kurz den Bremsentest machen, denn ein vollgeladenes Fahrzeug benötigt mehr Bremskraft als ein leeres.

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Autotechnik von A bis Z: H wie Handbremse – 15. Oktober, 2010

Als “Handbremse” wird eine Bremsanlage bezeichnet, die bei zweispurigen Fahrzeugen ein dauerhaftes Blockieren der Räder gewährleistet. Ein geparktes Fahrzeug kann also nicht mit aktivierter Handbremse, auch Feststellbremse genannt, ungewollt davonrollen. Außerdem muss sie unabhängig von der Betriebsbremse funktionieren. Lediglich die unmittelbar vor der Reibungsfläche befindlichen mechanischen Teile der Betriebsbremse wie Bremsbeläge oder Bremsbacken dürfen zusammen genutzt werden. Weiterhin muss die Feststellbremse bei Benutzung auf alle Räder einer Achse wirken und auch bei  Ausfall der Betriebsbremse das Fahrzeug zum Stehen bringen. Überprüft werden kann die ordnungsgemäße Funktion der Handbremse auf einem Bremsenprüfstand.

Auch im Ford GT muss ab und an mal die Handbremse angezogen werden

Auch im Ford GT muss ab und an mal die Handbremse angezogen werden

Mittlerweile gibt es verschiedene Varianten der Handbremse (Feststellbremse) – ob nun klassisch per Hand zum Ziehen oder in den neuen Fahrzeugen einfach per Knopfdruck. Klassisch ist die Seilzugbremse. Sie wird in einem PKW über einen Hebel oder ein Pedal mechanisch oder hydraulisch, elektrisch oder elektrohydraulisch betätigt. Scheibenbremsen oder auch Trommelbremsen mit Innen- oder Außenbacken kommen für diese Art der Feststellbremse zum Einsatz. Bei Trommelbremsen ist häufig die Nutzung einiger Teile der Betriebsbremse notwendig.

Bei der Bedienung des Handbremshebels überträgt sich die Bremskraft hier über ein Seilzug auf die beiden Räder. Hier werden die Bremsbacken auseinander- oder die Bremsklötze zusammengedrückt. Neben der Variante der Handbremse gibt es auch die Möglichkeit diese Bremsanlage mit dem Fuß auf einen Pedal zu betätigen, die sogenannte Fußstellbremse. Sie kommt meist bei Mercedes oder in einigen Modellen von Audi, BMW und VW zum Einsatz.

Eine weitere aber zugleich auch ältere Version der Feststellbremse ist die Kardanbremse. Zum Bremsen fand hier ein Bremsband über eine Scheibe auf der Kardanwelle seine Verwendung. Eingebaut war diese Art der Feststellbremse z. B. im Fiat 600 oder im Land Rover.

Bei Bus, LKW oder Anhänger hat sich als Feststellbremse die Federspeichenbremse bewährt. Hier wird durch Betätigen der Bremse die Radbremse durch Federkraft zugespannt. Damit die Bremse sich wieder löst, wird mit Druckluft die Federkraft überwunden und die Bremse löst sich.

Seit 2001 gibt es die elektromechanische Feststellbremse (EMF) auch “Electric Park Brake” (EPB) genannt. Bei dieser Feststellbremse erfolgt die Betätigung über einen Taster in der Armaturentafel oder Mittelkonsole. Die Feststellbremse ist unabhängig von der Betriebsbremse. Per Knopfdruck kommt das Fahrzeug selbst in Notsituationen zum Stillstand. Zuerst eingesetzt wurde die Art der Feststellbremse in der BMW 7er Reihe (E65).

Ein anderes System ist das AFB (Frein de Parking Automatique). Entwickelt wurde es von dem zu Renault gehörenden Automobilzulieferer Küster. Der Renault Vel Satis war das erste Fahrzeug, das mit diesem Bremssystem ausgestattet war. Bei dieser Form wird beim Stillstand des Fahrzeuges oder beim Ausschalten des Motors die Bremse von selbst aktiv. Und die Lösung der Bremse erfolgt sofort nach dem Anfahren automatisch. Das Betätigen der Feststellbremse kann aber auch auf manueller Art erfolgen.

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Gebrauchtwagen unter der Lupe: Der Renault Twingo – 14. September, 2010

Das Ende des Sommers läutet in jedem Jahr traditionell das Erscheinen der Gebrauchtwagen-Sonderhefte und -Tests vieler Automobilzeitschriften ein. Ob AutoBild, AutoZeitung oder Auto Motor und Sport – jede Publikation wartet mit einem mehr oder weniger umfangreichen Magazin, in dem zahlreiche Gebrauchtwagen sowie deren Vor- und Nachteile portraitiert werden, am Kiosk auf.

Kleine Preise für Gebrauchtwagen und Ersatzteile: Der Renault Twingo

Kleine Preise für Gebrauchtwagen und Ersatzteile: Der Renault Twingo

Die in diesem Jahr erscheinenden Hefte stellen u.a. den Renault Twingo als kostengünstigen Kleinwagen und damit interessanten Gebrauchten vor. Der zwischen 1993 und 2007 in enormer Stückzahl gebaute Twingo ist in gutem Allgemeinzustand bereits ab 2000 Euro zu haben und zeigt sich zwar nicht frei von Mängeln jedoch als sehr reparaturfreundlich. Zwar wurden im Zuge der “Abwrackprämie” nicht wenige Renault Twingo aus dem Verkehr gezogen; dennoch ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch immer groß. Die Abwrack-Mania bedeutet jedoch für Twingo-Fahrer viel Gutes: Ob ein Rücklicht, eine Stoßstange oder ein Kotflügel benötigt wird – Ersatzteile sind als Gebrauchtteile bei Autoverwertern ebenso günstig und zahlreich zu bekommen wie neue Autoteile aus dem freien Handel.

Der Renault Twingo wurde als Kleinwagen mit einem 1,2 Liter Vier-Zylinder Motor ausgestattet. Zur Auswahl stehen Leistungs-Varianten von 55, 58 oder 75 PS. Im Jahr 2000 erfolgte zur “Halbzeit” der Bauzeit eine Modellpflege, im Rahmen derer der Twingo qualitativ deutlich verbessert wurde und u.a. eine Servolenkung erhielt. Die Unterhaltskosten des kleinen Franzosen fallen sehr moderat aus und die Ersatzteile wie angesprochen ebenso. Das ist jedoch aufgrund einiger gravierender Mängel, die dem Twingo im Alter zu schaffen machen, dringend notwendig. Ein großes Problem vieler Fahrzeuge ist die Vorderachse. Ausgeschlagene Achsen zählen zu den häufigsten Twingo-Krankheiten. Der Achsträger der Vorderachse neigt dazu, erheblich zu rosten und muss häufig repariert oder getauscht werden. Auch die Federung zeigt sich problematisch; gebrochene Federn an der Vorderachse sind keine Seltenheit. Auch Lenkung, Radlager und die Bremsen des Twingo (u.a. Bremsscheiben / Bremsbeläge, Bremszylinder, Bremsschläuche) zählen zu den Schwachstellen.

Sofern Gebrauchtwagen-Interessierte sorgfältig recherchieren, sollten sie aufgrund des breiten Angebotes Fahrzeuge in gutem Zustand finden können. Und sollte doch einmal ein Defekt auftreten so geht dessen Beseitigung dank eines sehr guten Ersatzteile-Angebots im Internet und im Offline-Handel in der Regel glimpflich ab.

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Recherche, Besichtigung, Probefahrt: Wichtige Tipps zum Gebrauchtwagen-Kauf – 13. September, 2010

Trotz wirtschaftlicher Erholung planen viele Autofahrer statt der Anschaffung eines Neuwagens nach wie vor den Kauf von einem günstigen Gebrauchtwagen. Die Marktlage ist sehr günstig; gebrauchte Fahrzeuge aller Fabrikate und Modellreihen werden in großem Umfang u.a. in den führenden Gebrauchtwagen-Börsen mobile.de und autoscout24.de gelistet. Mit steigender Zahl der Gebrauchtwagen Angebote steigt jedoch auch die Varianten-Vielfalt bei zum Kauf angebotenen Fahrzeugen – nicht nur in punkto Motorisierung und Austtattung, sondern auch im Hinblick auf den optischen und technischen Zustand. Ein eingehender Check des anzuschaffenden Gebrauchten ist daher sehr ratsam und spart zukünftigen Ärger mit verdeckten Mängeln bzw. notwendigen Reparaturen.

Das Angebot an Gebrauchtwagen ist riesig - Ein umfangreicher Check vor dem Kauf ist daher enorm wichtig.

Das Angebot an Gebrauchtwagen ist riesig - Ein umfangreicher Check vor dem Kauf ist daher enorm wichtig.

Vor der Besichtigung vor Ort steht zunächst die gründliche Recherche des gewünschten Autos, vor allem per Internet. Potenzielle Angebote lassen sich so einfach und schnell bzgl. des Standorts, der KM-Leistung, der Extras sowie natürlich des Preises eingrenzen. Hat man so eine Vorauswahl getroffen geht es im nächsten Schritt zur Terminvereinbarung mit den Anbietern und der Inansichtnahme des Autos “live und in Farbe”.  Dazu sollte ein Gebrauchtwagen-Interessent mindestens 2 Stunden pro Fahrzeug einplanen und Termine nur bei gutem Wetter vornehmen, damit alle optischen Probleme gleich ins Auge fallen.

Der erste Eindruck bei der Besichtigung ist bei einem Gebrauchtwagen sehr entscheidend. Stimmt der Kilometerstand mit dem in der Anzeige ünerein? Sind alle Unterlagen vorhanden und lässt sich die Historie des Fahrzeugs nachvollziehen?Wie steht es um Reserverad und Bordwerkzeug? sind nur 3 der wesentlichen fragen, die es zu beantworten gilt. Im Motorraum sollte der “Ölzettel”, der über den letzten Ölwechsel Auskunft gibt, sorgsam gelesen werden. Ein Indiz für versäumte Ölwechsel oder häufigen Kurzstrecken-Einsatz ist Schlick am Öleinfülldeckel. Sofern der Innenraum-Filter zugesetzt ist deutet dies ebenfalls auf nicht durchgeführte Inspektionen hin. Bremsscheiben und Bremsbeläge sollten ebenfalls in Augenschein genommen werden – sofern die Bremsscheiben Riefen oder Rost zeigen war der Gebrauchte häufig im Freien abgestellt. Die Dichtigkeit des Auspuffs sollte geprüft werden, indem bei laufendem Motor das Endrohr mit einem Lappen zugehalten wird – zischt es, so besteht eine undichte Stelle. Sofern sich Spiegelungen im Lack oder eine Delle in der Reserverad-Mulde zeigen deutet dies auf einen Unfallschaden hin. Generell sollte das Fahrzeug – vor allem an neuralgischen Punkten wie Radlauf, Kofferraum-und Tür-Schloss und Auspuff – auf Rost geprüft werden.

Konnte der erste Eindruck überzeugen steht im nächsten Schritt die Probefahrt auf dem Plan. Diese sollte in jedem Fall absolviert werden – einen Gebrauchtwagen nur nach Besichtigung zu kaufen ist in jedem Fall zu vermeiden. Durch die Probefahrt lassen sich eine Vielzahl potenzieller Mängel feststellen bzw. das Fahrzeug auf “Herz und Nieren” prüfen. Der Fahrer sollte auf Geräusche achten und wichtige, verschleißende Bereiche wie Lenkung, Kupplung und Gangschaltung eingehend prüfen. Wichtig ist ein tadelloser Geradeauslauf, der auch beim Bremsen nicht unterbrochen werden darf. Nach Beenden der Probefahrt sollte abschließend darauf geachtet werden, ob bei warmem Motor Flüssigkeiten wie Öl oder Kühlwasser austreten und auf den Boden tropfen.

Sofern die Möglichkeit besteht und der Gebrauchtwagen zudem einen hohen Preis hat sollte auf eine Inspektion auf einer Bühne nicht verzichtet werden. So können der Unterboden des Fahrzeugs und andere wichtige Bereiche, die nur “von unten” sichtbar sind, noch einmal gecheckt werden. U.a. sollte die Lenkung in Augenschein genommen werden. Die Achsmanschetten sollten, sofern sie dicht sind, frei von Fett sein und Querlenker, Längslenker und Spurstangen dürfen nicht klappern. Auch die Bremsen (Bremsbeläge und Bremsscheiben) können so einmal auf Beschaffenheit geprüft werden. Der Radbremszylinder sollte dicht sein; ansonsten sind Tropfen an der Bremstrommel zu sehen. Auf der Hebebühne oder Grube lässt sich auch der Auspuff inspizieren. Katalysator, Mittelschalldämpfer und Endschalldämpfer sollten frei von Rost sein; sind sie korrodiert kann demnächst ein Wechsel anstehen. Am Unterboden des Gebrauchten sollte darüber hinaus auf Ölverlust geachtet werden, der sich dort schnell zeigt.

Käufer, die im Vorfeld der Gebrauchtwagen-Anschaffung auf  Nummer Sicher gehen wollen, können zusätzlich einen professionellen Gebrauchtwagen Check in Anspruch nehmen. U.a. werden diese Dienstleistungen vom TÜV und vom ADAC angeboten. Hier wird das Fahrzeug für ca. 50 Euro Aufwand einer umfassenden Prüfung unterzogen und Mängel werden ggfs. offengelegt. Sofern der Besitzer eine solche Gebrauchtwagen-Prüfung verweigert heißt es generell “Finger weg” und vom Kauf sollte abgesehen werden.

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Autotechnik von A bis Z: B wie Bremskraftverstärker – 19. August, 2010

Der Bremskraftverstärker in einem KFZ sorgt dafür, dass die zur Betätigung der Bremse durch den Fahrer aufzuwendende Kraft verringert wird und vereinfacht damit die Erreichung der benötigten Bremswirkung. Der Bremskraftverstärker unterstützt somit den Bremsvorgang und vermindert die so genannte “Betätigungskraft”.

Der Bremskraftverstärker sorgt für eine Verringerung des Bremswegs

Der Bremskraftverstärker sorgt für eine Verringerung des Bremswegs

In der Regel ist in PKW und kleineren Nutzfahrzeugen ein Bremskraftverstärker, der mittels Unterdruck arbeitet, verbaut. Die Erzeugung der zusätzlichen Bremskraft wird durch die Differenz des Atmosphärendrucks zum Unterdruck erzeugt. In LKWs und anderen Nutzfahrzeugen erfolgt die Brzeugung der Bremskraft durch einen pneumatischen Vorgang unter Einsatz von Druckluft. Bremskraftverstärker können auch auf hydraulischer oder elktrischer Basis arbeiten. In vielen KFZ, vor allem Kleinwagen (Seat Marbella, Opel Corsa oder Ford Fiesta), waren auch in den 80er jahren keine Bremskraftverstärker eingebaut. Als Alternative waren selbst verstärkende Trommelbremsen verbaut oder es wurde ein entsprechend großer Pedalweg eingeräumt.

Wird die Bremse getreten, so wird der Impuls durch das Pedal auf den Bremszylinder übertragen. Dieser drückt die Bremsflüssigkeit in die Bremsleitungen in Richtung der Bremsen. Eine Membran, bei der beide Seiten einem Unterdruck ausgesetzt sind, unterstützt diesen Vorgang. Bei der Betätigung des Bremspedals wird Druck durch ein Ventil an die Membran weitergegeben und so die Bremskraft zusätzlich unterstützt.  Der Pedalweg der Bremse kann dank des Bremskraftverstärkers deutlich kürzer ausfallen.

Ob der Bremskraftverstärker noch funktionsfähig ist lässt sich anhand eines einfachen Tests ermitteln. Bei abgestelltem Motor sollte das Bremspedal mehrfach getreten werden, bis ein Wirderstand zu erkennen ist. Während man nun den Motor startet sollte das Bremspedal weiterhin herunter getreten werden. Sofern das Bremspedal daraufhin nachgibt ist der Bremskraftverstärker nach wie vor intakt.

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