Wer kennt es nicht aus den Filmen: Ein Auto fährt durch eine traumhaft schöne Umgebung, die Straße ist an einer Steilküste uns sehr kurvig. Irgendwann merkt der Fahrer das die Bremsen versagen und das Fahrzeug springt über die Klippe. Sowas geht leider nur in Filmen gut, denn nur da funktionieren solche Stunts. Damit sowas einem nicht im realen Leben passiert sollte man regelmäßig die Bremsscheiben, die Bremsbeläge und die Bremsflüssigkeit überprüfen. Mangelt es an Bremsflüssigkeit ist es nicht mit einem einfachen auffüllen getan. Ihr müsst euch das wie folgt vorstellen: So ein Bremskreislauf ist ein geschlossenes System. Durch den Druck auf das Bremspedal wird hydraulisch Druck erzeugt der dann die Bremsbeläge auf die Bremsscheiben presst. Sollte in dem geschlossenen Bremssystem nun Bremsflüssigkeit entweichen muss man davon ausgehen, dass ein defekt vorliegt. Der Bremsflüssigkeitsstand sinkt bei abgenutzten Bremsscheiben und Bremsbelägen, fehlt mehr als dieser normale Verschleißindikator kann ggf. eine Bremsleitung oder aber der Bremskolben undicht sein. Hier muss man nun schnell handeln und das Fahrzeug bis zur Reparatur stehen lassen. Experten raten alle 2 Jahre die Bremsflüssigkeit komplett auszutauschen, es macht Sinn dieses in Kombination mit der Erneuerung der Bremsklötze / Bremsbeläge bzw. Scheibenbremsen zu machen. Das gleiche gilt natürlich auch für Fahrzeuge die an der Hinterachse noch Bremstrommeln / Trommelbremsen haben. Achtung: Es gibt feine Unterschiede bei der Bremsflüssigkeit, achtet also im Handbuch vom Fahrzeug darauf welche Bremsflüssigkeit euer Fahrzeug benötigt.
Hat man für Fahrzeuge die vor 1990 zugelassen worden sind noch DOT 3 und DOT 4 Bremsflüssigkeit verwendet benutzt man nun in der Regel nur noch DOT 4 bzw. DOT 5 Bremsflüssigkeit. Auf der Bremsflüssigkeit ist auch der Siedepunkt und der Nass-Siedepunkt angegeben. Man muss dazu sagen, dass Bremsflüssigkeit sehr gerne Wasser aufnimmt, das ganze nennt man im Fachjargon hygroskopisch. Wasser hat einen niedrigeren Siedepunkt als Bremsflüssigkeit, daher würde Wasser natürlich auch schneller verdampfen, daher würde eine Melange aus Bremsflüssigkeit und Wasser unter Umständen zu Problemen führen. Aus dem Grund sollte man die Bremsflüssigkeit mehrfach im Jahr überprüfen. DOT 3 und DOT 4 Bremsflüssigkeiten könnte man zwar mischen, man rät allerdings davon ab, da die Bauteile dadurch angegriffen werden könnten. DOT 5 Bremsflüssigkeit darf definitiv nur in Fahrzeuge die dafür ausgelegt sind, ein Mischen ist hier nicht möglich. Die normale Farbe von Bremsflüssigkeit ist braun, ist sie dunkler oder fast schwarz muss sie auf jeden Fall gewechselt werden. Durch einen Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit können die Bauteile auch von innen rosten, was so natürlich zu erheblichen Kosten und Gefahren führen könnte.
Die Urlaubszeit steht vor der Tür, wer also mit dem Auto verreisen möchte sollte bevor er sein Fahrzeug belädt kurz den Bremsentest machen, denn ein vollgeladenes Fahrzeug benötigt mehr Bremskraft als ein leeres.





