Der Opel Manta – In 40 Jahren vom Familien- zum Kultauto
– 31. August, 2010

In diesem Jahr finden verschiedene Modell-Jubiläen der Marke Opel statt – u.a. der 40. Geburtstag des Opel Manta. Wenn das kein Grund zum Feiern für die Opel-Fangemeinde ist! Zumindest Manta- Fans a la “Manta Manni” oder “Friseusen Inge” werden die Entstehung des “Rochen” vor 40 Jahren sicherlich gebührend begehen.

Der Opel Manta B400 - Seltenes Spitzenmodell des Kultautos

Der Opel Manta B 400 - Seltenes Spitzenmodell des Kultautos aus den 80er Jahren

Anfangs sollte der Opel Manta nur als Nischenmodell mit leichten sportlichen Ambitionen auf den deutschen Markt kommen. Die Idee zum heutigen Kultauto stammte ursprünglich aus den USA.
Ende der 60er Jahre begeisterte der amerikanische Automarkt auch die deutschen Autofans. Die Ami-Schlitten mit Heckflügel und viel Chrom waren schon damals Kult. Zwar fand deren Formgebung bei den deutschen Autobauern wenig Anklang, aber ein sportliches Auto-Modell war vor dm Hintergrund der bisher eher konservativen Modelle von BMW, Ford, Mercedes und Co. für viele Autofahrer interessant. Aus diesem Grunde präsentierte u.a. Ford schon 1968 den Ford Capri. Das Coupe -  zur damaligen  Zeit einmalig in seiner Form – fand schnell Begeisterung und Absatz bei jungen Auto Freaks. Diese Tatsache veranlasste Opel, den Manta A (auch “Projekt 1450″ genannt) in Serie herzustellen, um damit potenzielle Capri Kunden anzusprechen.

Der erste Manta A wurde im Jahre 1970 in Norddeutschland, am Timmendorfer Strand an der Ostsee, vorgestellt. Damit löste der Opel Manta, welcher sich seit 1967 in der Entwicklung befand, den Opel Olympia ab. Der Opel Manta wurde von dem Designer George Gallion entwickelt. Auch wenn der Opel Manta für die damalige Zeit als Coupe zunächst sportlich aussah , so war er zuerst alles andere als ein flottes Fahrzeug: Mit seinem Basismotor erreichte der Opel Manta gerade einmal eine Spitzengeschwindigkeit von 145 km/h.

Das änderte sich, als Volkswagen mit dem VW Scirocco 1974 auf dem Automarkt präsent war, um dem Manta und dem Capri bzw. deren sportliche Klientel Paroli zu bieten. Dank seines kleinen Motors überstand der Opel Manta A die Ölkrise 1973 /74 zunächst unbeschadet. Die Antwort von Opel auf denVW  Scirocco liess danach nicht lange auf sich warten. Noch im Jahr 1974 präsentierte Opel den Manta A GT/E mit einem 105 PS starken Einspritzmotor. Damit erreichte das Coupe endlich das lang ersehnte Temperament, welches zur Sportlichkeit der Karosserie bisher fehlte. Mit dem Manta GT/E wurde bereits eine Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h erreicht. Jedoch war ein derart starker Opel Manta A bei den Kunden noch nicht häufig nachgefragt und die Baureihe wurde nach nur einem Jahr eingestellt.

Die höchsten Verkaufszahlen verzeichnete der Opel Manta A in der L und SR Variante. Das Wort L verdeutlichte mit dem Manta A “Luxus”, in Form von einem verchromten Auspuff-Endrohr, Armaturen in Chromoptik und weitere optischen Details. Die Bezeichnung SR stand für “Sportlichkeit” mit Alufelgen, schwarzen Seitenstreifen sowie einigen Zusatzinstrumenten. Die Opel Manta A Generation setzte sich dann fort in immer weiteren sportlichen Versionen.

1975 folgte mit dem Opel Manta B eine breite Motorenpalette. Diese reichte von einem 1,2 Liter Basismotor bis 3,0 Liter Sechszylinder im legendären und seltenen Opel Manta 400. Für besonders sportlich orientierte Opel Manta Fans gab es dann ab 1979 die Modelle GT/J und GT/E. 1980 erhielt der Manta ein Facelift und präsentierte 1981 den stärksten Manta als 2,4 Liter V6 und der Spitzenversion mit 275 PS Leistung. Seit dem Film:“ Manta Manta“ begannen die Verkaufszahlen stark zu sinken. Nach 13 Jahren Opel Manta A und B wurde die Produktion 1988 nach 1.056.436 verkauften Fahrzeugen eingestellt. Nachfolger des Opel Manta B wurde der Opel Calibra.

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