Manfred Winkelhock & Stefan Bellof – Deutsche Motorsport Legenden
– 4. September, 2010

Vor 25  Jahren erlebte der deutsche Motorsport seine schwärzeste Periode. Innerhalb von 3 Wochen starben im Sommer des Jahres 1985 die beiden deutschen Formel 1 Fahrer Manfred Winkelhock und Stefan Bellof in Folge schwerer Unfälle auf der Rennstrecke. Beide Rennfahrer zählten zu den talentiertesten ihres Faches und wurden Opfer Ihres Berufes und Ihrer Leidenschaft – dem Motorsport.

Stefan Bellof & Manfred Winkelhock - Deutsche Motorsport-Legenden

Stefan Bellof & Manfred Winkelhock - Deutsche Motorsport-Legenden

Vor allem Stefan Bellof wurde eine große Zukunft in der Welt der Formal 1 vorausgesagt. während Manfred Winkelhock als erfahrener Allround-Rennfahrer galt. Beide Rennfahrer waren bei zweitklassigen Formel 1 Teams unter Vertrag, die meist aufgrund ihrer technischen Unterlegenheit bei den Rennen nur hintere Plätze belegten oder gar ganz ausfielen. Während Winkelhock beim “RAM” Team unter Vertrag stand fuhr Bellof für den noch heute bekannte Tyrrell Rennstall. Stefan Bellof gelangen trotz des im Vergleich zu den Turbo Motoren anderer Teams leistungsschwachen V8 Motoren von Cosworth in der Saison 1984 5 WM Punkte (u.a. ein sensationeller dritter Platz in Monaco) und in der Saison 1985 4 Punkte. Der schnelle Mann aus Gießen stand daher für die kommende Formel 1 Saison 1986 ganz oben auf den Wunschlisten führender Teams wie McLaren oder Ferrari. Manfred Winkelhock aus dem schwäbischen Waiblingen startete zwar in einem “Hart” Rennwagen mit Turbo Motor; der jedoch aufgrund mangelnder Standfestigkeit in 6 von 8 Rennen ausfiel. Immerhin war der der Top-Fahrer des RAM Teams und führte den internen Trainings-Vergleich gegen Team-Kamerad Philippe Alliot mit 6 zu 2 an.

Da die beiden Deutschen schnelle Fahrer in zweitklassigen Teams waren verschafften sie sich außerhalb der Formel 1 Befriedigung in der “Gruppe C” genannten Sportwagen-Rennserie, die bzgl. ihrer Geschwindigkeit der Formel 1 in nichts nachstand. Hier fuhren vor allem Autos der Marken Porsche, Lancia und Jaguar gegeneinander, und Bellof und Winkelhock waren jeweils bei um den Sieg fahrenden Porsche Privattteams unter Vertrag. Stefan Bellof fuhr für das Team Brun, Manfred Winkelhoch für das Team Kremer. Die Fahrzeuge der Gruppe C waren damals im Vergleich mit denen der Formal 1 deutlich gefährlicher. Zwar hatten sie ein überdachtes Chassis; dieses war aber statt Kohlefaser noch aus Aluminium gefertigt.

Am 11. August kam Winkelhock beim Langstrecken Rennen in Toronto (Kanada) in der dritten Stunde des Rennens infolge eines platten Reifens von der Strecke ab und prallte frontal in eine Mauer. Er verstarb am nächsten Tag im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Drei Wochen später, beim Langstrecken-Rennen im belgischen Spa duellierte sich der draufgängerische Stefan Bellof mit dem Lokalmatador und Altmeister Jacky Ickx auf dem berüchtigten Hochgeschwindigkeits-Kurs. In der legendären “Eau Rouge” Kurve lagen beide – Ickx im Porsche Werkswagen 962 C, Bellof im Kremer Porsche 956 – gleichauf und weigerten sich zu bremsen. In der Folge touchierten sich die Fahrzeuge; Ickx überstand den Crash in die Streckenbegrenzungleicht verletzt während Bellof den Einschlag in die Tribünenmauer mit dem Leben bezahlte.

Noch heute sind Manfred Winkelhock und Stefan Bellof, der bis heute den Rundenrekord auf der Nürburgring Nordschleife hält,bei vielen Motorsport-Fans beliebt und geachtet und man erinnert sich gern an die beiden deutschen Rennfahrer, die fast zeitgleich vor 25 Jahren auf der Rennstrecke starben.

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