Archiv für die Kategorie „Tipps & Tricks“

 

Frohes Neues Jahr 2012! Was ändert sich im Jahr 2012 für Autofahrer? – 1. Januar, 2012

Zunächst möchten wir euch erstmal viel Glück für das Jahr 2012 wünschen. Viel Glück und vor allem viel Gesundheit und das eure persönlichen Wünsche in Erfüllung gehen und ihr eure persönlichen Ziele erreicht. Wie in jedem Jahr gibt es auch in diesem Jahr einige Änderungen rund um das Thema Auto, die wir nun mal kurz ansprechen wollen:

Die Rückdatierung bei der Tüv-Untersuchung fällt weg. Das heißt, wer eigentlich im November 2011 zum Tüv gemusst hätte, aber erst dieses Jahr zum Tüv fährt, bekommt auch die Tüv-Plakette von diesem Jahr / Monat. Wir dürfen auch davon ausgehen, dass in der Mitte des Jahres die Wechselkennzeichen eingeführt werden, auch wenn diese derzeitig noch umstritten sind. Versicherungstechnisch könnte es günstiger werden, Steuern fallen wohl trotzdem an und die Fahrzeuge ohne amtliches Kennzeichen dürfen auch nicht an der Straße parken. Somit braucht man also genügend Stellplätze bzw. Garagen um da wirklich einen Nutzen von zu haben. In diesem Jahr soll auch die Vollstreckung von Bußgeldern aus der EU funktionieren, die Halter-Daten von Fahrzeugen sollen ab diesem Jahr EU-weit ausgetauscht werden können. Somit darf man sich vermutlich dann demnächst auch über Knöllchen aus dem Ausland freuen.

LKWs auf Achse! In einigen Bundesländern startet ein Feldversuch mit den großen, langen LKWs – diese werden allerdings von einigen Bundesländern ausgebremst, so dass dieser Testversuch ja eigentlich schon zum Scheitern verurteilt ist. Ärgerlich wird aus auch für diejenigen, die keine grüne Umweltplakette in ihrem Fahrzeug kleben haben, denn einige Städte schaffen neue Umweltzonen, andere verschärfen die Zonen. Bei den Ersatzteilen gibt es auch neue Regelungen, so müssen z.B. Autoreifen, die nach dem 01.11.2012 hergestellt werden, nachfolgende Angaben tragen: Rollwiderstand, Rollgeräusch und Haftung bei Nässe. Für die Fahrzeughersteller kommt auch noch eine neue Pflicht: Alle Fahrzeuge die nach dem 01.11.2012 neu typgeprüft werden, also komplett neu entwickelt auf den Markt kommen, müssen ein Reifendruckkontrollsystem verbaut haben.

Ihr tankt hier in Deutschland E10? Dann dürftet ihr damit zur Minderheit angehören, wer demnächst nach Österreich fährt kann allerdings auch, den immernoch umstrittenen Kraftstoff, mit einem Bio-Ethanol Anteil von bis zu 10%, an der Zapfsäule finden. Das Beste kommt zum Schluss! Wer ein Fahrzeug mit Diesel Motor fährt und noch keinen Rußpartikelfilter verbaut hat, kann sich diesen nun durch einen Zuschuss vom Staat bezuschussen lassen. 330 € gibt es vom Vater Staat zum Schutz der Mutter Erde.

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Bei daparto gelernt: Funktion vom Kraftstoffpumpenrelais überprüfen / Relais austauschen – 30. Dezember, 2011

Wenn die Kraftstoffpumpe / Benzinpumpe nicht mehr funktioniert, bzw. keinen Kraftstoff vom Tank zur Einspritzanlage befördert muss nicht die Pumpe direkt defekt sein. Vorher sollte man die Sicherung von der Kraftstoffpumpe überprüfen. In der Regel befindet sich die Sicherung direkt auf dem Kraftstoffpumpenrelais. Um die Funktion der Kraftstoffpumpe zu überprüfen kann man einfach dieses Relais ausbauen und mit einer Prüfleitung die Pumpe testen. Dazu nimmt man einfach eine 8A Sicherung, welche man mit 2 Stromleitungen (1,5 mm²) verbindet. Mit diesem (durch die Sicherung abgesicherter) Prüfleitung verbindet man die Pumpe mit Plus. Läuft die Kraftstoffpumpe (kann man hören) ist das Relais defekt und muss ausgetauscht werden.

Läuft die Kraftstoffpumpe trotz des “überbrückten Relais” nicht an, muss man die Funkion der Kraftstoffpumpe überprüfen. Auch wenn bei älteren Typen von der Kraftstoffpumpe die Membrane noch getauscht / ausgewechselt werden konnten sagt man, dass man in der Regel die Benzinpumpe nicht mehr reparieren kann. Doch bevor man die Kraftstoffpumpe tauscht, sollte man auch die Zuleitung durchmessen, event. ist ja auch “nur” die Stromversorgung von der Kraftstoffpumpe defekt. Was einem in dem Fall allerdings lieber ist mag ich nicht zu beurteilen, denn so ein Kabelbaum möchte ich bei heutigen Fahrzeugen auch nicht mehr auseinander nehmen müssen. Eine Kraftstoffpumpe kann man relativ leicht ausbauen. Dazu sollte man vorher den Massepol der Batterie abklemmen, anschließend löst man die Schellen von den Kraftstoffschläuchen. Kleiner Tipp: Kurz nach dem Abstellen des Motors steht hier die Leitung noch unter Druck, wer dann die Schlauch abzieht sollte also vorsichtig sein, denn Benzin brennt nicht nur wenn man es entzündet. Die Kraftstoffschläuche sollte man anschließend verschließen. In der Regel reicht es, eine kleine Schraube in den Schlauch einzuschrauben um z.B. das Auslaufen vom Kraftstoff zu vermeiden. Nachdem man die Kraftstoffpumpe herausgeschraubt und entnommen hat kann man die neue Pumpe einbauen. Dabei immer darauf achten, dass man auch eine neue Dichtung verwenden sollte. Diese Tipps sind nun natürlich sehr allgemein gehalten, Do it yourself – Anleitungen gibt es allerdings fast für jedes Fahrzeug im Netz / in Fahrzeugspazifischen Büchern.  Bei älteren Fahrzeugen macht das Selberschrauben noch mehr Spaß als bei modernen, denn bei den älteren Fahrzeugen sieht man noch was von der Technik und kann sich so auch selber auf die Suche nach den Fehlerquellen begeben.

 

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Bei daparto gelernt: Was ist eigentlich eine Bosch K-Jetronic? – 29. Dezember, 2011

Häufiger taucht der Begriff “Bosch K-Jetronic” in Beiträgen über Fahrzeuge auf, doch was ist damit eigentlich gemeint? Die Bosch K-Jetronic ist ein mechanisch arbeitendes Einspritzsystem ohne fremden Antrieb. Das System arbeitet eigentlich recht einfach. Die vom Motor angesaugte Luftmenge (welche durch den Luftfilter gereinigt wurde) wird durch einen Luftmengenmesser gemessen. Das Ergebnis vom Luftmengenmesser sorgt dann dafür, dass der Kraftstoffmengenverteiler genau die erforderliche Kraftstoffmenge pro Zylinder zuteilt. Die Einspritzventile spritzen den Kraftstoff, fein zerstäubt in das Saugrohr, welches vor den Einlassventilen sitzt. Beim Öffnungsvorgang der Ventile (Einlassventile), wird dann der Kraftstoff zusammen mit der angesaugten Luft in den Zylinder gezogen.

Für den Mengenverteiler ist der Steuerdruck zuständig. Der Kraftstoff wird von einer Pumpe aus dem Tank angesaugt und über einen Kraftstoffspeicher, sowie den Benzinfilter, in den Mengenverteiler gedrückt. Der Druckregler sorgt dafür, dass der Systemdruck von 4,7 bar gehalten wird. Überschreitet dieser Sollwert läuft Kraftstoff zurück in den Benzintank. Die Einspritzventile selber öffnen bei einem Druck von 3,3 bar. Wenn der Motor abgestellt wird, fällt der Systemdruck und die Einspritzventile bleiben geschlossen.

Der Kaltstart stellt an jeden Motor hohe Ansprüche. Damit der Motor, welcher mit einer K-Jetronic ausgestattet ist, genug Kraftstoff bekommt, gibt es ein Elektrostartventil. Das Startventil ist an dem Systemdruckkreis angeschlossen und wird bei kaltem Motor eingeschaltet. Das Elektrostartventil wird anschließend über einen Thermozeitschalter abgeschaltet. Der Warmlaufregler ist über den Mengenverteiler an das System angeschlossen und sorgt dafür, dass das Gemisch in der Warmlaufphase “fetter” eingestellt ist. Um einen optimalen Leerlauf, auch während der Warmlaufphase, zu erreichen wird dem Motor durch einen Zusatzluftschieber mehr Luft zugefügt. Der Kraftstoffspeicher hält den Systemdruck nach dem Abstellen des Motors noch aufrecht. Durch diese Technik wird die Dampfblasenbildung verhindert.

Einer der bekanntesten Fahrzeuge mit K-Jetronic, der VW Golf 1 GTI:

Bei der K-Jetronic gibt es also nachfolgende Bauteile, die für einen ruhigen Motorlauf verantwortlich sind: Tank, Kraftstoffpumpe, Kraftstoffspeicher, Benzinfilter und der Mengenverteiler. Vom Motor angesaugt wird die Luft, gemessen über den Luftmengenmesser arbeitet die Drosselklappe und gibt die Luft frei. Beim Kaltstart öffnet sich zusätzlich der Zusatzluftschieber. Hinter dem Mengenverteiler arbeiten die Einspritzventile, der Warmlaufregler und für den Zeitraum des Kaltstarts das Startventil mit dem Thermozeitschalter.

Ihr denkt, dass war schon alles? Nein, leider nicht, denn neben der K-Jetronic gab es auch noch die D-Jetronic, die KE-Jetronic, die Bosch Motronic, die LE-Jetronic, die L-Jetronic,, die LH-Jetronic und verschiedene andere Systeme. Früher musste jeder KFZ-Mechaniker noch die Unterschiede von allen Einspritzsystemen lernen. Dabei konnte man sich damals leicht merken: kontinuierlich = K-Jetronic! Die K-Jetronic arbeitet nämlich kontinuierlich, es sei denn es geht ein Teil kaputt. Dann durfte man sich auf die Fehlersuche begeben. Dafür war es wichtig zu wissen, welche Komponenten zusammenarbeiten, so konnte man Fehlerquellen erschliessen und natürlich auch ausschliessen. Der größte Unterschied von der K-Jetronic zur KE-Jetronic ist das fehlende Steuergerät. KE = kontiunierlich + elektrisch. Bei der KE-Jetronic gibt es allerdings auch keinen Warmlaufregler mehr. Kaum vorzustellen, aber wahr: Früher kam man ohne Steuergerät noch klar!

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Bei daparto gelernt: Wann muss man sich anschnallen? Wann nicht? – 27. Dezember, 2011

Es gibt sie immer noch, die Gurtmuffel! Die Bundesrepublik Deutschland führte im Jahr 1976 die allgemeine Gurtpflicht ein. Ab dem Jahr mussten alle Personen im Fahrzeug während der Fahrt angeschnallt sein. Trotzdem gibt es, auch heute noch, Ausnahmen. So müssen z.B. Taxifahrer und Mietwagenfahrer sich nicht anschnallen, wenn sie Fahrgäste befördern. Das gleiche gilt auch für Lieferanten die von Haus zu Haus fahren, allerdings nur im jeweiligen Auslieferungsbezirk. Auf Parkplätzen braucht man den Gurt auch nicht anlegen, ebenso bei Geschwindigkeiten im Schrittgeschwindigkeits-Niveau.

Auch wenn moderne Fahrzeuge im Rückwärtsgang sehr schnell unterwegs sein können, muss man beim Rückwärtsfahren sich nicht anschnallen. Die Gurtpflicht wurde im Jahr 1976 einführt um die Unfallopfer zu minimieren. Inzwischen wurde der 3-Punkt Gurt noch verfeinert. Viele Hersteller bieten eine individuelle Höhenverstellung an, einige sogar vollautomatisch. Nach dem Airbag kam der Gurtstraffer. Im Falle eines Unfalles wird der Gurt, durch einen kleinen Sprengsatz, nach hinten gezogen. Der Airbag bremst zusätzlich noch den Körper ab, eine ideale Kombination also um Menschenleben zu retten.

Ford zeigte auf der IAA 2011 den Gurtairbag, dass ist also die Zukunft. Einen weiteren Luftsack, der dann im Gurt untergebracht ist:

Kann man sich von der Gurtpflicht befreien lassen?

Ja, das geht! Von der Gurtanlegepflicht kann man z.B. aus gesundheitlichen Gründen befreit werden. Hierfür muss man allerdings eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Eine Gurtpflichtbefreiung kann es auch für Personen, die unter 1,50 m groß sind, geben. Allerdings mutet man diesen Personen auch zu, dass Fahrzeug umzurüsten. H-Gurte (Hosenträger-Gurte) laufen über die Schultern links und rechts und haben somit einen anderen Verlauf als die normalen 3-Punkt Gurte. Wenn diese Gurte die Gesundheit nicht beinträchtigen ist das Fahrzeug umzubauen.

Warum müssen sich die Taxi-Fahrer nicht anschnallen?

Wenn Taxifahrer alleine im Auto unterwegs sind, müssen diese angeschnallt sein. Nur wenn Fahrgäste zusteigen darf der Fahrer sich abschnallen. Dieses soll die Überfallgefahr eindämmen, der Fahrer kann so im Falle des Falles das Taxi schneller verlassen. Diese Ausnahmeregel gilt auch für Chaffeurdienste (also Mietfahrzeuge mit Fahrer, wenn diese fremde Personen befördern).

Muss ich den Gurtstraffer erneuern?

Nach einem Unfall muss der Gurtstraffer ausgewechselt werden. Ein ausgelöster Gurtstraffer wird bei vielen Herstellern durch eine farbige Lasche direkt an der Gurtbefestigung angezeigt. Der Gurtstraffer wird vor dem Airbag gezogen, so kann es sein, dass der Gurtstraffer bei einem Unfall ausgelöst wurde, der Airbag aber nicht.

 

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Bei daparto gelernt: Der Abgaskrümmer / Der Krümmer – ein wichtiger Teil der Abgasanlage – 26. Dezember, 2011

Der Auspuffkrümmer / Abgaskrümmer ist ein wichtiges Bauteil der kompletten Abgasanlage. Eine Abgasanlage besteht bei aktuellen Fahrzeugen in der Regel aus einem Krümmer, einem Hosenrohr einem Katalysator, einem Hauptschalldämpfer und einem Endschalldämpfer. Der Abgaskrümmer ist unmittelbar an der Auslass-Seite vom Motorblock angeflascht. Zwischem Krümmer und Motorblock ist eine Dichtung, wenn diese undicht ist oder der Krümmer einen Riss hat, hört dieses die halbe Nachbarschaft. Der Krümmer hat die Aufgabe die Abgase weiterzuleiten. Nachdem das Auslassventil die Abgase, nach dem 4. und letzten Arbeitstakt, hinausgelassen hat, gelangen diese in die Abgasanlage. Die Abgase, von einem PKW, sind sehr heiß. 900°C sind schnell erreicht, daher kann es durchaus schon mal sein, dass gerade bei Sportwagen die Krümmer, unter Vollast, anfangen zu glühen. In der Regel sind die Auspuffkrümmer aus Gusseissen gefertigt. Tuning-Krümmer sind aus Edelstahl hergestellt, Edelstahl ist ebenfalls hitzebeständig. Hochleistungsmotoren (Tuning, Rennsport usw.) benötigen spezielle Krümmer / Fächerkrümmer. Hier ist es wichtig, dass die Rohrlängen bei jedem Zylinder (jeder Zylinder hat ein eigenen Auslass) identisch lang sind.

Die Hitzeentwicklung ist das schlimmste Problem, denn durch die Ausdehnung bei höheren Temperaturen kann das Bauteil reissen. Immerhin haben wir beim Krümmer Temperaturunterschiede von bis zu 900°C und das muss ein Bauteil erstmal auf lange Zeit mitmachen. Am Krümmer angeflanscht ist das sogenannte Hosenrohr. Das Hosenrohr verbindet den Krümmer mit den Katalysatoren (Vorschalldämpfer bei älteren Fahrzeugen). Kommt es zu einem “Auspuffknallen” können hier übrigens defekte / schlechte Zündkerzen oder aber ein schlecht schließendes Auslassventil verantwortlich sein. In dem Fall kommen dann unverbrannte Kraftstoffe in die Auspuffanlage, die sich dort dann von selbst entzünden. Dazu muss man wissen, dass die Abgasanlage ein wichtiges Bauteil für den Motor ist, denn durch den “Sog” an der Aulassseite und bei gleichzeitiger Öffnung des Einlassventils, kann der Brennraum schneller wieder gefüllt werden. Das heißt, wer herkömmlich seinen Motor etwas modifzieren möchte, der muss schon direkt vorne mit dem Krümmer anfangen. Wer nur einen Endschalldämpfer mit einem sportlichem Endrohr montiert, der wird zwar den Sound etwas verbessern, darf aber keine Leistungserhöhung erwarten. Die Modifizierung vom Auslasskanal geht als über einen Fächerkrümmer (mit polierten Kanälen), über einen Sportkatalysator (aus Metall), über eine Auspuffanlage mit abgestimmten Schalldämpfern bis hin zu dem passenden Durchmesser. Ziel der Aktion: Abgasgegendruck verringern! Wer sich nur ein Endrohr anschweißt, tut dieses auschließlich für die Optik. Aber die ist ja oft auch nicht ganz unwichtig.

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