2006 wurde die erste Umweltzone eingeführt. Feinstaubzone werden diese auch genannt. Mit Beginn diesen Jahres wurden zahlreiche Richtlinien deutlich verschärft und auch neue Umweltzonen wurden eingerichtet. In Osnabrück, Stuttgart oder aber auch in Frankfurt an Main sind ab diesem Jahr nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette in der Innenstadt erlaubt. Die Landeshauptstadt von Bayern wird im Oktober nachziehen. Diese “grüne” Stufe galt bis dato nur für Berlin, Bremen, Hannover und Leipzig. Nicht ganz so hart trifft es die Bewohner vom Ruhrgebiet. Auf den 850 Quadratkilometern zwischen Duisburg und Dortmund darf man nur mit mindestens einer roten Plakette fahren. Allen anderen könnte die Polizei die rote Karte zeigen, eine Geldbuße von 40 € verhängen sowie einen Punkt in Flensburg verkündigen.
Über Sinn oder Unsinn dieser Umweltzonen lässt sich sicherlich auch weiterhin streiten. Fakt ist, dass der Vulkanausbruch vom 1666 Meter hohen Eyjafjallajökull, die Messwerte im Jahr 2012 deutlich verändert hat. Die Belastung stieg durch den Vulkanausbruch höher als es je alle Fahrzeuge geschafft hätten. Kritiker der Umweltzonen vermuten ja schon länger, dass die Heizungen (egal ob privat oder gewerblich) als Hauptverursacher am Feinstaub in den Städten ist. Am Feldberg in Baden Württemberg steht eine Messstelle, die ebenfalls den Feinstaub in der Luft misst. Die Meßwerte dort könnten den Kritikern recht geben, denn dort oben fahren zwar viele Autos (der Feldberg ist ja durchaus gut besucht) aber es stehen dort keine Häuser (dementsprechend auch keine Heizungen). Dort oben werden die Grenzwerte nicht erreicht.
Machen wir uns nichts vor, wir werden da wohl nicht viel unternehmen können. Was bleibt? Eine Umrüstung / ein Neukauf oder das vermeiden von Großstädten. Diesel Fahrzeuge kann man ggf. mit einem Rußpartikelfilter nachrüsten lassen. Der Umbau der etwa zwischen 600 und 1600 € kosten kann wird vom Staat mit einer pauschale von 330 € bezuschusst. Bei Benzin-Motoren kann ggf. ein Kaltlaufregler für eine bessere Schadstoff-Plakette sorgen. Eine Tatsache bleibt also, der Autofahrer wird weiterhin ordentlich zur Kasse gebeten, so oder so!





