Das so ein Luftsack Leben retten soll ist vermutlich jedem bekannt. Wisst ihr auch wie das funktioniert? Wir wollen das nun etwas erklären und dann versteht ihr auch, warum man selber nicht am Airbaglenkrad / am Airbag rumfummeln sollte / darf.
Wie funktioniert ein Airbag?
Zunächst muss man noch kurz anmerken, dass der Airbag ein Bauteil aus dem passiven Insassenschutz ist. Der Airbag löst also erst aus wenn der Unfall geschehen ist. Der Fahrerairbag war damals der Pionier, inzwischen stecken bis zu 10 Luftsäcke in einem Fahrzeug. Ford bastelt aktuell an Airbags die im Gurt sitzen, da ist das Ende der Fahnenstange also noch nicht erreicht. Eine Schwalbe allein macht noch keinen Sommer, ein Airbag allein wird auch kein Leben retten. Es ist die Kombination aus Gurt, Gurtstraffer und Airbag. Der Airbag hat die Aufgabe den Körper der Passagiere aufzufangen und die Aufprallgeschwindigkeit zu verringern. Der Airbag besteht aus einer Kunststoffhülle und ist wie ein Fallschirm sehr eng gefaltet. Wenn nun die Sensoren in den Stoßstangen des Fahrzeuges eine “negative Beschleunigung” messen, berechnet ein Steuergerät die Schwere dieses Verzögerung. Daher löst der Airbag bei einem leichten Parkrempler nicht aus. Ist die Verzögerung groß genug wird der Airbag ausgelöst. Ein elektrischer Impuls zündet den pyrotechnischen Gasgenerator. Ja, im Auto ist Sprengstoff. In Millisekunden ist der Airbag aufgeblasen und fängt den Körper ab. Wer nun denkt, dass es eine weiche Landung wird, der irrt sich gewaltig. Man wird zwar etwas abgebremst, der Aufschlag tut trotzdem noch weh. Der Airbag entleert sich durch den Abbremsvorgang des Körpers.
Was für Airbags gibt es?
Fahrerairbag (in der Regel im Lenkrad untergebracht), ein Beifahrerairbag welcher im Armaturenträger verbaut ist, Seitenairbags die häufig in den Sitzen auf den Unfall warten oder aber Kopfairbags oben unter dem Dach beheimatet sind. Zusätzlich gibt es Hersteller die Knieairbags, Sitzpolsterairbags, Rücksitzairbags, Heckairbags und halt Gurtairbags anbieten.
Wie baut man ein Airbag Lenkrad aus?
Im Grunde genommen wie ein normales Lenkrad auch, nur dass hier noch ein weiteres Kabel abgeklemmt werden müsste. Warum schreibe ich müsste? Weil ihr von einem Airbaglenkrad schön die Finger lassen werdet. Wer mit Airbags hantieren möchte braucht einen speziellen Lehrgang und einen speziellen Schrank für den Luftsack, denn ansonsten hat man schnell durchschlagende Ergebnisse.
Wir wünschen euch natürlich, dass ihr niemals einen Airbag in Funktion erlebt, aus dem Grund haben wir mal zur Visualisierung dieses Video hier gepostet:
Ihr hattet einen Unfallschaden? Finger weg von gebrauchten Airbags. Diese Dinger sollen euer Leben retten, es gibt Dinge an denen sollte man nicht sparen. Darunter fallen alle Sicherheitsrelevanten Teile vom Auto wie Reifen, Bremsen, Lenkung und Airbags.





