Ein zeitloser Klassiker aus dem Hause BMW ist der 5er aus der Baureihe e28, die in den 80er Jahren am Markt erfolgreich war. Das Modell 525e aus der “Fünfer” Reihe überzeugte besonders durch Design und Qualität sowie durch gute Leistungswerte bei Drehmoment, Drehzahl und Verbrauch. Das “e” nach der 525 stand dabei für das “eta” aus dem griechischen Alphabet. Mit diesem wird in der Physik der “Wirkungsgrad” – also das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen bezeichnet. Der 525e war der Exot der Baureihe e28 – dieser Status kommt auch noch heute zum Tragen.
Kurze Modellhistorie des e28
Die BMW Baureihe e28 wurde erstmals 1981 präsentiert. Die Motoren waren als 4- und 6-Zylinder ausgelegt, deren Leistung sich zwischen 90 (im BMW 518) und 184 PS (im BMW 528i) bewegte. 1983 kamen der 524 td (115 PS) sowie der 525e auf den Markt. Der 525e war mit einem Reihen-Sechszylinder mit 125 PS, basierend auf dem 520i ausgestattet. Ab 1984 war der e28 auch mit geregeltem Kat erhältlich; zunächst mit 122 PS, danach ab Ende 1986 mit 129 PS. 1985 wurden die Spitzenmodelle 535i, M 535i und M5 (286 PS) vorgestellt. Im gleichen Jahr folgte mit dem 524d der erste “Saugdiesel”. Nach Produktion von fast 684.000 Einheiten wurde die Produktion des e28 schließlich 1987 eingestellt.
Der 525e als Klassiker im Alltag
Der 525e war die “wirkusvollste” Variante der e28 Baureihe. Trotz der verbauten Einspritz-technik überzeugte der “Eta” durch seinen sparsamen Verbrauch bei gleichzeitig guten Leistungswerten. Der Motor des BMW 525e basierte auf der “M20″ Maschine mit Zahnriemen, der bereits im 520i verwendet wurde und aus dem auch der Motor des 524td abgeleitet wurde. Grundsätzlich ist der e28 eine konsequente Weiterentwicklung des e12, mit dem er sich einige Design-Elemente teilt. Dazu gehören u.a. die doppelten Scheinwerfer, die “spitze Nase” sowie der als “Hofmeister Knick” bezeichnete Winkel der C-Säule. Wie angesprochen überzeugt der 525e vor allem durch seine Wirtschaftlichkeit – er verbrauchte rund einen Liter Sprit weniger als sein Bruder, der 520i. Youngtimer-Fans treffen beim 525e auf einen sehr günstigen BMW mit Kult-Faktor. Sofern der Wagen auf Euro 2 Norm umgerüstet wurde schlagen dafür jährlich nur 198 Euro Steuern zu Buche. Die Oldtimer-Versicherung kostet ca. 140 Euro, bei rund 7000 gefahrenene Kilometern pro Jahr liegen die Sprit-Kosten bei ca. 800 Euro. Insgesamt kostet der gefahrene Kilometer im 525e rund 0,16 Euro. Der 525e ist jedoch definitiv kein durchzugsstarker Sportler. Er bringt es auf gerade mal 125 PS ohne Katalysator bzw. 122 PS / 129 PS mit Kat; sein Drehmoment beträgt 240 Newtonmeter bei 3250 U/Min. Der ehemalige “Derrick” Dienstwagen bietet neben guten Verbrauchswerten vor allem sehr viel Platz und eine solide Qualität. Die Technik des e28 wird allgemein als langlebig bezeichnet und die Versorgung mit Ersatzteilen ist nach wie vor gut. Verschleißteile bietet sowohl BMW als Originalteile als auch der freie Teilehandel mit vielen Identteilen und Nachbauteilen. Wie bei vielen Youngtimern ist auch beim e28 Rost einer der größten Feinde. Kotflügel, Dome der Federbeine und Schweller sind gern und oft davon befallen. Auch die Elektronik neigt zu Ausfällen, verursacht durch aus den Akkus austretende Säure und folgende Verätzungen.
Grundsätzlich gilt bei der Anschaffung eines 525e – weniger ist mehr! Es lohnt sich, ein eher sparsam ausgestattetes Auto mit nachvollziehbarer Historie zu kaufen, anstatt eines mit Extras vollgepackten Autos, dessen Kilometerleistung hoch und Vorbesitzer zahlreich sind.





