Die Marke Smart ist ja eindeutig ein Verlierer der CO2-Effizienz Gruppierung. Der mit einem Verbrauch von ca. 4 Liter Diesel und CO2-Emissionen von 87 Gramm pro Kilometer ja eigentlich umweltschonende Smart hat ein “C” aufs Auto gedrückt bekommen. Warum? Ganz klar, der Wagen ist zu leicht! Der kleine flotte Flitzer wiegt ja nichts und genau anhand des Gewichts wird die Liste errechnet. Ich habe den aktuellen Smart fortwo als Diesel mal kurz zur Probe gefahren um mir selbst mal kurz ein Bild von den Vorteilen, Vorurteilen und Nachteilen zu machen.
Den allerersten Smart habe ich auch gefahren, noch ohne elektronische Hilfsmitteln, im Winter und ich kann euch sagen, dass war kein Vergnügen! Eine halbe Stunde habe ich gebraucht um von dem zugeeisten Parkplatz herunter zu kommen. Die Kindheitskrankheiten hat der Smart inzwischen hinter sich. Er bietet weiterhin allerdings nur Platz für 2 Personen und Gepäck. Die Verkäuferin aus dem Smart-Center erzählte mir, dass Sie 8 Kisten Bier mit dem Smart transportieren konnte. Respekt, soviel hätte ich dem Kleinstwagen gar nicht zugetraut. Man muss dazu sagen, dass die aktuelle Version vom smart auch etwas länger geworden ist, quer in der Parklücke parken (was ja sowieso nicht gestattet ist) funktioniert also nicht mehr. Einen Parkplatz findet man mit dem Kleinstwagen aber trotzdem recht schnell, denn auf Grund der Länge passt er ja nun wahrlich in fast jede freie Lücke.
Beim ersten Smart kritisierte ich damals die Schaltung, die Automatik machte einen unweigerlich zum Kopfnicker, die Schaltvorgänge dauerten extrem lange und ein wirklicher Fahrspaß kam so nicht auf. Subjektiv betrachtet hat sich da auch nicht viel verändert. Die automatischen Schaltvorgänge beim Smart dauern immer noch etwas lang, besser funktioniert es wenn man selber den Gangwechsel vornimmt, dabei ruhig auch mal den Fuß vom Gaspedal nehmen, dann bringt der Lastwechsel auch nicht die “Nickbewegung” mit sich.
Ich bin einen Smart fortwo cdi mit 54 PS / 40 kw gefahren. Subjektiv ausreichend für die Stadt, zu wenig für die Landstraße (Überholvorgänge) und auf der Autobahn macht der Smart auch relativ wenig Spaß. Dafür ist der Wagen allerdings auch nicht gedacht, er ist ein Stadtfahrzeug. Der kleine Motor sitzt hinten unter dem Kofferraum, unter einer Isolierung und einer Klappe kann man diesen dann auch mal sehen. Wusstet ihr schon, dass es die Marke Smart schon seit über 12 Jahren gibt? Dafür wirkt der kleine City-Flitzer doch wahrlich immer noch sehr aktuell. Der 3 Zylinder Dieselmotor mit seinen 0,8 Liter Hubraum macht sich bei höheren Drehzahlen auch bemerkbar, doch erwartet von dem kleinen Motor keine Meisterleistungen. 130 Nm reichen um in der Stadt von A nach B zu kommen. Eine Empfehlung ist übrigens das Webasto Panorama-Dach! Das macht den Smart von innen schön hell und man hat nicht das Gefühl in einer engen Kiste zu sitzen. Wenn man das aktuelle Fahrzeug allerdings mit ein paar Extras ausstattet kommt man auch so langsam in den Bereich von einem “normalen” Kleinwagen. Da muss man sich halt vorher genau überlegen, was man möchte.




