Archiv für die Kategorie „Chrysler Ersatzteile“

 

Nach über 30 Jahren: Simca vor dem Comeback? – 27. Januar, 2011

Heute berichtet die AutoBild über einen angeblichen Plan des französischen PSA Konzerns, die vor mehr als 30 Jahren eingestellte Marke “Simca” wieder aufleben zu lassen. Das Unternehmen, zu dem die Hersteller Peugeot und Citroen gehören überlegt, seinem Rivalen Renault einen Gegenspieler zu dessen erfolgreicher Marke “Dacia” entgegen zu stellen.

Mit der “Billigmarke” Dacia war Renault in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Simca soll den Platz des Billiganbieters im PSA Umfeld einnehmen. Als erstes Modell, so AutoBild, sei eine Stufenheck Limousine geplant – analog dem ersten Dacia Modell, dem Dacia Logan.

Ale Simca schon Talbot hieß - Der Talbot Rancho aus den frühen 80ern

Ale Simca schon Talbot hieß - Der Talbot Rancho aus den frühen 80ern

Mit Simca würde eine Marke wieder auferstehen, die bereits 1978 eingestellt wurde. Ihr Ursprung liegt im Jahr 1934. In der 30er Jahren produzierte Simca (eine Abkürtzung für Société Industrielle de Mécanique et Carosserie Automobile) Fiat Modelle in Lizenz. Während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg war das Unternehmen auch in der Rüstungsindustrie (u.a. mt dem NSU Kettenkrad) involviert. In den 50er Jahren übernahm Simca die Produktionsstätten der Ford Motor Company in Frankreich. Im Gegenzug wurde Ford 15%iger Anteilseigner bei Simca.

Bis Ende der 60er Jahre verbaute Simca die Motoren seiner Fahrzeugmodelle ausschließlich im Heck. Erst 1967 kam das erste Modell, der Simca 1100. mit einem Frontmotor auf den Markt. Bereits Ende der 50er Jahre kaufte Chrysler den von Ford gehaltenen Anteil an Simca und baute diesen bis in die 70er Jahren zu fast 100% aus – u.a. durch die Übernahme von bisher von Fiat gehaltenen Aktien. Obwohl durch die Aktienmehrheit Chrysler Europa entstanden war wurde am Markennamen von Simca festgehalten. Schon 1959 kaufte Simca den französischen Autobauer Talbot.

Im Jahre 1978 entschied sich Chrysler zum Verkauf von Simca an Peugeot. Die Übernahme bedeutete gleichzeitig das Ende des Markennamens; die Modelle wurden zukünftig als Talbot vermarktet. In die 80er Jahre fällt u.a. eine Zusammenarbeit mit der Marke Matra, die später in der Entwicklung des Renault Espace mündete.

Bekannte Talbot Modelle der 80er Jahre waren u.a. der Talbot Solara, der Talbot Samba, der Talbot Horizon sowie der Talbot Matra Rancho und der Talbot Matra Murena.

Man darf gespannt sein, ob bei einem Simca Revival bekannte Modellnamen wieder aufleben werden. Ebenfalls darf man gespannt sein, ob Simca seine in den 70er und 80er Jahren eklatanten Qualitätsprobleme bei der Neu-Auflage besser in den Griff bekommt.

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Autotechnik von A bis Z: J wie Japanische Autohersteller – 17. November, 2010

Seit Jahrzehnten prägen Fahrzeuge aus japanischer Produktion das Straßenbild in allen Ländern der Welt. Die Automobilindustrie in Japan hat sich im 20. Jahrhundert neben der deutschen und der amerikanischen zum führenden Hersteller von PKW und Nutzfahrzeugen und zu einem der bedeutendsten KFZ-Exporteure entwickelt.

Toyota, Mazda, Nissan und Co. - Japanische Autohersteller sind eine feste Größe in der weltweiten Automobilindustrie

Toyota, Mazda, Nissan und Co. - Japanische Autohersteller bilden eine feste Größe in der weltweiten Automobilindustrie

Die Erfolgsgeschichte des japanischen Automobilbaus begann in den frühen Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Hersteller von Maschinen versuchten sich erstmals an der Fertigung von Fahrzeugen, die jedoch aufgrund der japanischen Politik der Abschottung allein für den nationalen Markt vorgesehen waren. Erst nach Kriegsende entwickelte sich die Automobilindustrie in ihrem eigentlichen Sinne. Durch ein Förderungsprogramm des Staates in diesen Industriezweig wuchs der Anteil japanischer Marken im Binnenmarkt kontinuierlich – während dieser im Jahr 1952 noch fast 70% betrug war dies bereits 1970 der Marktanteil japanischer Autobauer. Als weitaus stärste Marken in Japan konnten sich Toyota und Nissan etablieren.

In den 60er Jahren begannen die ersten japanischen Hersteller ihre Fahrzeuge auch zu exportieren. Grund dafür war das rasche Wachstum der Automobilindustrie in Japan und damit einhergehender Aufbau von Produktionskapazitäten, die einen Export erforderlich machten. Darüber hinaus war es seit den 70er Jahren für ausländische Investoren möglich, sich an japanischen Unternehmen zu beteiligen. Dies führte zu Allianzen von Chrysler und Mitsubishi, General Motors und Isuzu sowie Ford und Mazda. Diese Konstellationen ebneten den Weg für den Export von Fahrzeugen – vor allem Kleinwagen – aus Japan in die USA. Bereits 1980 wurden mehr als 5 Millionen japanische PKW exportiert.

Im Bereich der Produktion punkteten die Japaner mit Effizienz, beim Kunden kamen die Produkte aufgrund der guten Qualität und der geringen Preise an. Um politische Spannungen zwischen den USA und Japan einzudämmen, die sich aufgrund des großen Erfolges der japanischen Autos in Nordamerika entwickelt hatten, entschieden sich die japanische Regierung für eine Beschränkung der Exportmengen. Dies führte in der Folge dazu, dass japanische Hersteller begannen, Produktionsstätten in den USA aufzubauen. 1995 waren mit Nissan, Honda, Mazda und Toyota bereits 4 Hersteller aus Japan in den USA präsent. Besonders Honda war in den USA erfolgreich und übertraf bzgl. seiner Produktionszahlen bereits 1996 Chrysler als drittgrößten nationalen Autohersteller. Der Honda Accord entwickelte sich darüber hinaus zum meistverkauften PKW der USA und übertraf damit den lange führenden Ford Taurus. Auch in anderen Ländern begannen japanische Hersteller mit lokaler Fertigung von Automobilen. Seit den 80er Jahren sind Nissan, Honda und Toyota in Großbritannien aktiv; Mitsubishi ist seit 1995 in den Niederlanden präsent.

Ab dem Jahr 2000 kam es vermehrt zu Beteiligungen US-amerikanischer und deutscher Hersteller an japanischen Automobilbauern. So investierte DaimlerChrysler in Mitsubishi, GM baute seinen Anteil bei Isuzu aus und Renault übernahm Nissan. Obwohl der Marktanteil japanischer Fahrzeuge im Ausland seit einiger Zeit rückläufig ist, können sich Hersteller wie Toyota und Nissan weiterhin gut behaupten. Fahrzeuge wie der Toyota Corolla, der Toyota Prius, der Nissan 360Z oder der Nissan Micra konnten ihre Käufer u.a. in den vergangenen Jahren überzeugen. Darüber hinaus sprechen Hersteller wie Lexus, Subaru und Daihatsu die Kunden mit Nischenmodellen im Luxus-, Kleinwagen- und Off-Road Segment an. Die Qualität der aus Japan stammenden Fahrzeuge ist generell weiterhin hoch. In jüngster Vergangenheit hat jedoch das Image von Toyota aufgrund mehrerer Rückrufe sehr stark gelitten.

Zu den besonders erfolgreichen und markanten Modellen japanischer Hersteller in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gehörten u.a. der Suzuki Samurai, der Mazda MX-5, der Datsun (heute Nissan) 280Z, der Mazda 121 sowie der Toyota Supra.

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Sommer, Sonne, Cabrio – “Offen” fahren für kleines Geld – 20. Juli, 2010

Mit steigenden Temperaturen steigt auch bei vielen Autofahrern der Wunsch nach einem Cabriolet. Neben der meist nur theoretischen Anschaffung eines (teuren) Neuwagens bietet sich die Möglichkeit für den Kauf eines jungen Gebrauchten oder eines Cabrio älteren Semesters. Die Auswahl an offenen Fahrzeugen ist groß – fast jeder Hersteller führt in seinem Sortiment auch mindestens ein Modell in der Cabriolet Version.

Ältere Cabrios sind oft für wenig Geld zu haben und bringen viel Spass

Ältere Cabrios sind oft für wenig Geld zu haben und bringen viel Spass

Eine aktuelle Ausgabe der “Auto Motor Sport” stellte vor Kurzem u.a. interessante viersitzige Cabrios vor – darunter den “soliden” Audi A4, den “sportlichen” BMW 3er, den “kleinen” Mini Cabrio und den “komfortablen” Mercedes CLK. Auch der “flexible” VW Eos, den “exotische” Saab 9-3 und der “günstige” Peugeot 307 wurden beleuchtet. Alle präsentierten Modelle sind noch recht jung, haben dadurch durchweg einen guten Zustand, jedoch auch einen eher hohen Preis.

Denjenigen, die zwar ein Cabrio fahren möchten, dafür aber wenig Geld aufwenden möchten, bietet sich eine Reihe günstiger Alternativen. Zwar sind diese Modelle nicht mehr die Jüngsten und es ist daher sehr ratsam auf den Zustand zu achten – bei sorgfältiger Recherche lassen sich aber im Markt durchaus gute Autos zu kleinen Preisen finden.Interessant sind u.a. VW Golf Cabrio (z.B. die Baureihen III und IV), Mercedes SLK (W170) und E-Klasse Cabrio (W124), BMW “Dreier” (e36 und e46), Opel Astra Cabriolet, Chrysler Sebring und PT Cruiser, Mazda MX5, Porsche Boxster (986) und Ford StreetKa. Für diejenigen, die sich für (zukünftige) Youngtimer interessieren stehen zudem u.a. Golf I Cabrio, Kadett E Cabrio, Peugeot 205, Saab 900 und BMW 3er (e30) zur Auswahl.

Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld über eventuelle Folgekosten für Reparatur und Wartung im Klaren ist. Ersatzteile sind für ältere Cabrios durchweg zu guten Preisen vorhanden. Falls der Cabrio-Fan zusätzlich einen Schrauber kennt, der diese verbaut oder evtl. sogar selbst Hand anlegen kann steht dem offenen Fahrspass nichts im Weg.

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Schluss mit Retro – Chrysler beendet die Produktion des PT Cruiser – 13. Juli, 2010

Nach mehr als 11 Jahren Bauzeit und 1 Million gebauter Einheiten fiel am 9. Juli der Vorhang für den Chrysler PT Cruiser. An diesem Tag lief die Produktion in Mexiko endgültig aus. Der Retro-Microvan, der auch als Cabrio erhältlich war, wurde erstmals beim AutoSalon in Detroit im Jahr 1999 vorgestellt. Chrysler wollte mit dem PT Cruiser ursprünglich seine Marke “Plymouth” ablösen.

Chrysler PT Cruiser aus dem Jahr 2008

Chrysler PT Cruiser aus dem Jahr 2008

Im Laufe seiner Bauzeit war der Chrysler PT Cruiser auch als Turbo sowie als Diesel-Variante erhältlich. In 2006 erfolgte für den Van ein Facelift, bei dem er u.a. seinen markanten Kühlergrill einbüßte. Der PT Cruiser war kein Erfolgsmodell für Chrysler und konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Zuletzt wurden 2006 nur noch knapp 620 Einheiten neu zugelassen, während die Preise der Gebrauchtwagen zusehends verfielen. Mitte 2009 stoppte Chrysler dann das Marketing für eines seiner bekanntesten Modelle.

Chrysler-Chef Bob Eaton bezeichnete den PT Cruiser einst als “Too cool to categorize” – am Ende war es evtl. die fehlende Coolness des Modells oder seine fehlende Kategorisierung, die zur Einstellung führte.

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Veröffentlicht in Autoteile, Chrysler Ersatzteile

Der KIA Carnival – Schlußlicht im TÜV Report 2009 – 22. Dezember, 2009

Der in der vergangenen Woche veröffentlichte TÜV Report 2009 zeigt ein bemerkenswertes Ergebnis – mit dem KIA Carnival sticht ein Fahrzeug aus dem Pool der 2 bis 11 jährigen PKW besonders negativ hervor. Laut TÜV Untersuchung reichen die Mängelquote beim Koreaner von 28% bei den 4 bis 5 Jahre alten PKW  bis unglaublichen 37%  bei den 6 bis 7 jährigen. 

Kia Carnival - mit Abstand größter Verlierer im TÜV Mängelreport 2009

Kia Carnival - mit Abstand größter Verlierer im TÜV Mängelreport 2009

Damit bestanden mehr als 1/3 aller KIA Carnival den Test nicht. Damit bestätigt sich das Ergebnis aus dem Vorjahr, in dem der KIA bereits ein recht desaströses Ergebnis eingefahren hatte. Der Carnival erreicht damit ein spektakuläres Resultat. Zum Vergleich – bei den 4 – 5 Jahre alten Fahrzeugen liegen die Mängel-Werte des Chrysler PT Cruiser als Vorletztem bei 13%. Der KIA Slogan “The Power to Surprise” trifft hier – wenn auch ungewollt und im negativen Sinne – absolut zu. Als häufigen Mangel nennt der TÜV u.a. das Auftreten von Rost, vor allem an der Auspuffanlage. Dazu kommen klassische Ersatzteile wie Wasserpumpe, Bremsbeläge oder Zahnriemen, die überdurchschnittlich häufig verschleißen.

Allerdings besteht zumindest im Bereich der Ersatzteile Hoffnung für alle Besitzer des KIA Carnival. Bei daparto werden aktuell mehr als 2000 Teile z.B. für den 2.5 V6 angeboten – vom Anlasser bis zur Zylinderkopfdichtung.

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