Angetestet: Nissan Note 1.5 dCI
– 17. Oktober, 2012

Platz ist in der kleinsten Hütte, viel Platz ist im Nissan Note. Der Innenraum überzeugt durch ein interessantes Raumkonzept in dem die Variabilität einen hohen Stellenwert eingenommen hat. Durch eine verschiebbare Rücksitzbank kann man entweder die Beinfreiheit auf den hinteren Sitzen oder den Kofferraum vergrößern. Der Mehrwert? Von einem Volumen von 280 Litern kann man den Kofferraum so auf 437 Liter vergrößern. Ein Kinderwagen passt so “locker” in den Kofferraum. Wenn man nun noch die Rückbank umlegt verdreifacht man den Wert und die Lehne des Beifahrersitzes ist auch noch umlegbar.

Den Nissan Note gibt es mit einem 1.4 Liter / 88 PS Motor als Basis, der 1,6 Liter 110 PS Benziner ist der größere Benziner, der auch im Nissan Micra verbaut wird. Wir haben den Nissan NOTE mit dem 1,5 Liter Turbodiesel getestet, 90 PS reichen um im Verkehr mit zu schwimmen und auch um mal einen Überholvorgang einzuleiten, die Kernkompetenzen sucht man allerdings nicht im Vortrieb, sondern im Innenraum.

Auf Grund des Radstandes von 2,60 Meter verfügt der Nissan Note über sehr großen Innenraum, viel Platz für Kind und Kegel. Die Sitze vorne sind bequem, hinten etwas zu flach, Seitenhalt sucht man dort vergebens. Mehr Halt bieten die zahlreichen Ablagefächer, das Handschuhfach z.B. überrascht mit einem zusätzlichen Fach “aussen”. Nissan gibt den Kraftstoffverbrauch mit 4,2 Litern auf 100 km an, im Testzeitraum fuhren wir den Nissan Note 1.5 dCI im Durchschnitt mit 5,2 Litern auf 100 km, ein passender Wert, der definitiv nicht unter Laborwerten entstanden ist. Im den nächsten Jahren dürfte auch in Deutschland mit einem Nachfolger zu rechnen sein, im Land der aufgehenden Sonne gibt es den wohl schon. Dennoch sind die Preise auch im Gebrauchwagen Segment vom Nissan Note stabil, ein großer Wertverlust ist bei dem Nissan Note nicht zu erwarten, idealerweise kann man aktuell zu einem Jahreswagen greifen, wenn man denn überhaupt einen bekommt, denn wenn er erstmal von seinen Qualitäten überzeugt hat, dann bleibt der Besitzer dem Nissan Note vermutlich erstmal treu.

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Angetestet: Mercedes-Benz CITAN
– 16. Oktober, 2012

Was ist typisch Französisch?

Denkt man an Frankreich, denkt man vermutlich an Paris – die Stadt der Liebe, an Baguette, an guten Wein. Zum Frühstück ein Croissant, auf dem Kopf eine Baskenmütze und gerne ein Milchcafé. Das sind keine Klischees, das kann man in Frankreich wirklich erleben, in einigen Restaurants werden allerdings auch Sachen gegessen, für die würde man hierzulande einen Kammerjäger holen. Das Fahrzeug ist in Frankreich kein Statussymbol, das Kontaktparken könnte dort eine olympische Disziplin werden.

Was ist typisch Deutsch?

Schwer sich selbst zu reflektieren, im Ausland gelten wird in der Regel als zuverlässig, fleißig und Humorbefreit. Darüber hinaus denken einige, dass wir hier jeden Tag in Lederhosen rumlaufen, das Oktoberfest hat diesen Brauch wohl in die ganze Welt getragen. Im Vergleich zu den Chinesen sind die Deutschen sicherlich langsam aber gleichzeitig auch sehr Qualitätsbewusst. Gründlich seien die Deutschen, nicht nur bei der Arbeit sondern auch wenn es darum geht sich zu beschweren bzw. zu meckern.

Was besiegelt nun die Deutsch-Französische Freundschaft?

Der Mercedes-Benz Citan verkörpert durchaus beide Länder, schließlich basiert der Citan auf einem echten Franzosen, nämlich einem Renault. Gründlich überarbeitet, mit einigen deutschen Tugenden verfeinert steht er demnächst im Ausstellungsraum von Mercedes-Benz. Auf den ersten Blick ein Mercedes, schließlich symbolisiert der Stern im Kühlergrill und am Heck ja die Herkunft. Hat man erst einmal Platz genommen wird man sich wundern, im Vergleich zu dem eher “französischem” Renault, findet man im “deutschen” Mercedes einen Sitzplatz von ausgezeichneter Güte wieder. Der Sitz ist gedacht für Menschen, die den ganzen Tag darauf sitzen müssen und dafür ist wiederum das Fahrzeug gedacht, für die Alltagsbelastung im Stadt-Lieferverkehr. Auf Wunsch gerne auch für die Familie, mit Sitzplätzen und Fenstern hinten.

Die unlackierten Stoßstangen vom Testfahrzeug würden in Frankreich echt Sinn machen, in Deutschland unterstreichen Sie den Nutzfahrzeugcharakter, wer den Look nicht mag wählt einfach lackierte Stoßstangen aus. Auf der Straße macht der Citan seinem Namensgebung (City & Titan) alle Ehre, die Stadt ist sein Revier, hier wird er zum Lastentier.

Auf der Landstraße schwimmt man auch noch gut mit, auf der Autobahn dürfte er etwas mehr Leistung vertragen. Das Fahrwerk? Ich will nun nicht behaupten, dass die Fahrdynamik eine neue Benchmark setzen könnte, aber der Citan lässt sich agil fahren, ja ich möchte sogar das Wort “Fahrfreude” in den Mund nehmen – und das bei einem Nutzfahrzeug.

Den Citan gibt es in 3 Längen und in drei verschiedenen Aufbauvariationen: Kastenwagen, Mixto oder halt Kombi. Für jeden also etwas dabei, los geht es ab ca. 17.500 €. Ein günstiger Mercedes-Benz, nicht nur für die Flotte!

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News aus Paris: Audi zeigt Q2 Studie: “Crosslane Coupe”
– 15. Oktober, 2012

Audi zeigte in Paris nicht nur den neuen Audi A3, den neuen Audi A3 Sportback, das Audi RS5 Cabriolet usw. – nein, Audi überraschte auch mit einer Studie und eventuell einen Ausblick auf den zukünftigen Audi Q2.

Das der Hersteller aus Ingolstadt sich dem Leichtbau gewidmet hat und diesen nun auf die Spitze der technologischen Entwicklung treibt ist kein Geheimnis mehr. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Studie “Crosslane Coupé” ebenfalls aus Aluminium besteht. Audi selber nennt das neue Karosseriekonzept “Multimaterial Space Frame”, also ein Rahmen aus einer Kombination von verschiedenen Materialen. Alu, Carbon und GFK dürften den höchsten Anteil haben und das wird vermutlich auch in der Zukunft im Automobilbau so weiter gehen, denn das Gewicht muss wieder runter, egal ob beim Kompaktfahrzeug oder beim Luxus-SUV!

Natürlich ist das Zukunftsmusik, doch genau sowas gehört auf eine Messe, einen kleinen Ausblick in die Zukunft! Ein ganz ähnliches Concept hatte Audi schon vor 12 Jahren vorgestellt, damals hieß die Studie “Steppenwolf” und hat schon eine verblüffende Ähnlichkeit. Neu ist das Targa-Dach, so wird aus dem dreitürigem SUV eine Art Cabriolet, ein SUV für Freiluftfanatiker? Wohl eher ein Lifestyle-Artikel! Machen wir uns nichts vor, das Crosslane Coupé wird so, in der Form, nicht auf den Markt kommen, aber es ist gut, dass die Ingenieure und Designer weiter an der Zukunft vom Automobil feilen. Dank Hybrid-Technologie soll das Concept-Fahrzeug “auf dem Blatt Papier” übrigens mit 1,1 Liter auf den ersten 100 km auskommen. Ein 3-Zylinder Motor mit 1,5 Liter Hubraum unterstützt die beiden Elektromotoren. Über 80 km soll man so rein elektrisch fahren können… das würde für die meisten Pendler reichen, rechnet mal nach wie viele Kilometer ihr so pro Tag fahrt. Mir gefällt am Crosslane Coupé, dass Audi den Mut hat wieder etwas eckiger zu werden. Früher mochte ich schon Fahrzeuge mit Ecken und Kanten, mit Sicken und schön gezeichneten Linien – Gutes kommt halt alles wieder…

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News aus Paris: Renault Clio – die 4. Dimension!
– 14. Oktober, 2012

Okay, nicht die 4. Dimension und auch nicht Fanta 4, die 4. Generation vom Renault Clio wurde in Paris beim Automobil-Salon enthüllt. Mit einem feierlichen Auftritt und mit zahlreichen Fahrzeugen sorgte Renault dafür, dass man an dem Clio fast nicht vorbeigehen konnte.

Entwickelt um zu überzeugen, eventuell sogar um abtrünnige zu bekehren. Der neue Renault Clio ist leichter geworden, zeigt sich mit einer Länge von 4,06 Meter allerdings für ein Kleinwagen noch stattlich. Unter der Motorhaube vom Renault Clio spielt das Downsizing dann eine übergeordnete Rolle. Ein 0,9 Liter 3-Zylinder Motor (der muss brummig klingen) hat dank Turbo-Technik eine Leistung von 90 PS zur Verfügung. In der Eco-Drive Variante soll das kleine Triebwerk mit einem Verbrauch von 4,3-4,6 Litern auskommen können, doch da wissen wir ja auch inzwischen, dass man dafür auch den rechten Fuß im Griff behalten muss. Ist euch übrigens schon mal aufgefallen, dass in den letzten Jahren alle Hersteller mit den Verbrauchswerten “runter gehen”? Warum ging das vorher nicht? Weil die Spritpreise da noch im Keller waren oder weil man nie damit gerechnet hat, dass die Rohstoffe irgendwann mal zu Ende sein könnten?

Renault hat viel getan um die Effizienz zu steigern.So gab es eine längere Getriebeübersetzung, rollwiderstandsoptimierte Reifen und weitere kleine technische Eingriffe um den Verbrauch zu senken – der Gewichtsverlust trägt natürlich auch positiv dazu bei. Etwas teurer, aber sicherlich für Vielfahrer bzw. Pendler interessant: Der 4-Zylinder Diesel Motor mit einer Leistung von 75 bzw. 90 PS. Der Selbstzünder soll mit Verbrauchswerten von 3,6 Liter glänzen können, auf einer Distanz von 100 km versteht sich. Los geht es mit dem Renault Clio der 4. Generation zu Preisen ab 12.800 €. Ab dem 10.11.2012 soll er bereits bei den Renault Händlern hinter den Schaufensterscheiben zu sehen sein und die Kunden bei einer individuellen Probefahrt überzeugen. Jünger und moderner sieht er aus, sparsam und gleichzeitig agil soll er sich fahren lassen. Wer mag kann sich den Renault Clio auch noch aufwerten. 16″ Alufelgen, Klimaautomatik, Keyless-Go System – alles optional erhältlich, natürlich gegen entsprechenden Aufpreis!

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News aus Paris: Der Jaguar F-Type!
– 13. Oktober, 2012

Wenn man Automobil-Journalisten nach den “Highlights des Automobil-Salon in Paris” fragt, dann erwähnt jeder vermutlich irgendwann mal den Jaguar F-Type. Auf den knackigen, kurzen, Roadster musste die Fangemeinde viel zu lange warten. Eigentlich ist der F-Type der Nachfolger des legendären E-Type – und der wurde schon vor vielen, vielen Jahren auf Eis gelegt.

Was ist der F-Type? Lange Front, kurzes Heck, 2 Sitzplätze und vermutlich viel Fahrspaß hinterm Frontscheibenglas. Ab dem Frühjahr 2013 soll der Roadster in den Handel kommen, zwischen den Zeilen konnte man auch lesen, dass noch ein geschlossenes Coupe folgen wird, vermutlich 2014.

Die Basismotorisierung wäre ein 3,0 Liter mit 340 PS, der Jaguar F-Type S hat 40 PS mehr unter der langen Motorhaube mit sportlichen Lufteinlässen. Wer es richtig krachen lassen möchte wählt vermutlich die Topmotorisierung. Ein 5,0 Liter V8 mit der Leistung von 495 PS schläft unter der Motorhaube, solange bis der Fahrer / die Fahrerin den Jaguar F-Type V8 S aus dem Schlaf erweckt.

Äusserlich zeigt sich der F-Type von Jaguar “clean”, versteckte Türgriffe, ein Heckspoiler der nur bei Bedarf ausfährt, schön gezeichnete Rückleuchten und ein Stoffdach, welches dem Fahrzeug auch im geschlossenen Zustand steht. An der Auspuffanlage vom F-Type erkennt man ob ein V6 oder ein V8 verbaut ist, bei den beiden V6-Motorisierungen sind die beiden Endrohre mittig platziert, bei dem V8 jeweils ein Rohr links & rechts.

Mit dem F-Type möchte Jaguar (gehört übrigens nicht mehr zu Ford, wie viele immer noch annehmen, sondern zur indischen TATA-Gruppe) an die erfolgreiche Sportwagenhersteller-Historie anknüpfen, da kann man ja nur viel Erfolg wünschen. Etwas Geld muss man schon auf die Verkaufstheke legen, ab ca. 78.000 € geht es los, nach oben sind wie immer kaum Grenzen gesetzt. Ob der Jaguar F-Type nur sportlich aussieht oder sich auch sportlich fahren lässt zeigt die Zukunft, mit der Kombination: Motor vorne – Antrieb hinten hat das Unternehmen bei diesem Fahrzeug vermutlich nicht viel verkehrt gemacht.

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